Über uns

Deutschland wird in den kommenden Jahrzehnten einen grundlegenden demografischen Wandel erfahren. Damit nimmt auch die Häufigkeit von Alterserkrankungen zu. Das gilt insbesondere für Formen der Demenz wie Alzheimer aber auch für andere neurodegenerative Erkrankungen, beispielsweise Parkinson. Im Jahr 2016 gab es hierzulande nach Schätzungen rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2040 wird deren Zahl voraussichtlich auf ca. 2,8 Millionen ansteigen*.

Vor diesem Hintergrund wurde 2009 das DZNE als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und als erstes der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) gegründet. Es umfasst heute zehn Standorte (Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen, Ulm und Witten) und bündelt damit bundesweit verteilte Expertise innerhalb einer einzigen Forschungseinrichtung. Die über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DZNE erforschen in rund 80 Arbeitsgruppen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen mit dem Ziel, neue präventive und therapeutische Ansätze zu entwickeln. Gefördert wird das DZNE vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von den Bundesländern, in denen die Standorte des DZNE angesiedelt sind.**

Gemeinsames Merkmal der vom DZNE erforschten Erkrankungen ist die Neurodegeneration: ein krankhafter Prozess, der die Nervenzellen beschädigt. Neurodegeneration kann zu Demenz führen, Bewegungsstörungen auslösen und die Gesundheit auch in anderer Weise massiv beeinträchtigen. Beispiele dafür sind Alzheimer, Parkinson, Chorea Huntington, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), und Frontotemporale Demenz (FTD).

Neurodegenerativen Erkrankungen widmet sich das DZNE in all ihren Facetten. Um diese Vielfalt abzudecken, verfolgt das DZNE eine interdisziplinäre Forschungsstrategie, die vier miteinander vernetzte Schwerpunkte umfasst: Grundlagenforschung, Klinische Forschung, Versorgungsforschung sowie Populationsforschung. Im Einklang mit dieser Agenda arbeiten die Forscherinnen und Forscher des DZNE fach- und standortübergreifend zusammen, damit neue Erkenntnisse zügig in die Anwendung gelangen – und somit Patienten und Angehörigen zugutekommen. Dieser Brückenschlag von der Forschung in die Praxis wird „Translation“ genannt.

* Edel McCormack. Assessing the Socioeconomic Impact of Alzheimer's Disease in Western Europe and Canada. The Economist Intelligence Unit Limited (2017) 
WhitepaperInfographic

** Der Freistaat Sachsen  bittet um folgenden Hinweis: "Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes."

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Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)

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