Standort Magdeburg

Das DZNE Magdeburg verfolgt drei Hauptziele:

i) Identifizierung funktioneller und struktureller Biomarker sowie kognitiver Marker für Netzwerkstörungen, die im Frühstadium der Pathologie neurodegenerativer Erkrankungen speziesübergreifend auftreten;

ii) Identifizierung von Veränderungen neurovaskulärer Funktion und Plastizität, die durch die Interaktion von metabolischem Risiko und der Pathologie neurodegenerativer Erkrankungen verursacht werden;

iii) Entwicklung pharmakologischer, kognitiver und körperlicher Interventionen, um kognitive Funktionen zu stabilisieren, zu reorganisieren oder wiederzuerlangen.

Um diese Ziele zu erreichen, haben wir ein synergistisches Forschungsprogramm etabliert, welches Human- und Tierforschung von molekularen bis hin zu Netzwerkmechanismen umfasst.

Wir kooperieren eng mit der Klinik für Neurologie (Universitätsklinikum Magdeburg an der Otto-von-Guericke Universität), um interessierten älteren Menschen sowie Patienten den Zugang zu einer Vielzahl von Forschungsstudien zu ermöglichen. Diese reichen von Beobachtungsstudien bis hin zu Interventionsstudien, wie z.B. körperliches Training oder Tanzen.

Ein Kernaspekt unserer Forschung besteht darin, dass wir experimentelle Befunde in klinisch relevante Biomarker und Therapien überführen. Dabei liegt unser Fokus auf der Entwicklung neuer kognitiver Marker für die Diagnose und die Einschätzung des Schweregrads einer Erkrankung sowie für die Evaluation von Therapien. Wichtig ist dabei, dass diese Marker einen eindeutigen Bezug zur funktionellen Architektur der menschlichen Kognition und zur Tierforschung besitzen. Die Hauptthemen umfassen räumliches Orientierungsvermögen und Gedächtnisnetzwerke im medialen Temporallappen sowie anatomisch definierte Gedächtnisprozesse wie z.B. visuelle Diskrimination, Mustertrennung, Musterkomplettierung und das Aufrechterhalten von Gedächtnisspuren. Indem wir mehrere Aspekte dieses speziesübergreifenden Forschungsansatzes vorantreiben, ist es uns möglich, die Brücke zwischen Tier- und Humanforschung zu schlagen.

In den translationalen Projekten zur Entwicklung neuer Therapien fokussieren wir uns auf die Themen Plastizität, metabolische Dysfunktion, sowie Aß und Tau Pathologie. Dabei suchen wir nach peripheren Faktoren, welche bei körperlichem Training die Plastizität des Gehirns anregen und Gedächtnisfunktionen verbessern können. Darüber hinaus entwickeln wir Therapien, die auf die extrazelluläre Matrix abzielen, um die strukturelle und funktionelle Plastizität im Hippocampus und anderen Hirnregionen zu verbessern. Weiterhin untersuchen wir Mechanismen, die zu Insulinresistenz führen, und wie diese bei gleichzeitiger Amyloid Pathologie (nicht-)pharmakologisch behandelt werden kann. Schließlich untersuchen wir (i) das Potential für vaskuläre Plastizität und inwieweit vaskuläre Dysfunktion zu Neurodegeneration beiträgt, (ii) dopaminerge und noradrenerge Dysfunktionen, deren Rolle bei kognitiven Störungen und deren Interaktionen mit Tau- und Amyloid Pathologie, und (iii) die Mechanismen, durch die Tau- und Amyloid Pathologie zu Störungen der Gehirnfunktion bei Nagetieren und Menschen führen.

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)