Versorgungsstrukturen
Dr. Bernhard Holle
Gruppenleiter
Stockumer Str. 12
58453  Witten

bernhard.holle@dzne.de
 +49 2302 926-241

Forschungsschwerpunkte

Verortet in der Versorgungsforschung greift die Arbeitsgruppe aktuelle und zukünftige Themen und Herausforderungen der Ausgestaltung der Versorgung von Menschen mit Demenz auf, und bietet wissenschaftliche Ergebnisse mit hoher praktischer Relevanz für die Versorgung an. Wesentliche Fragestellungen der Arbeitsgruppe sind:

  • Was können Versorgungsangebote zu einer Versorgung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen mit dem Fokus auf ihre Bedürfnisse, Bedarfe und die Stabilität des Versorgungsarrangements beitragen?
  • Wie können Versorgungsstrukturen ausgestaltet und entwickelt werden, um eine zielgerichtete Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu gewährleisten?

Neben der Ausrichtung auf die Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen gibt es weitere wichtige Aspekte hinsichtlich der strukturellen Ausgestaltung von Versorgungsstrukturen. Dies sind z. B. rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen, organisationsbezogene Anforderungen sowie interdisziplinäre Kooperationen und demenzspezifische Kenntnisse der Professionen. Neben der Bearbeitung von unterschiedlichen Drittmittelprojekten werden die beschriebenen wesentlichen Fragestellungen im Rahmen von zwei übergreifenden Projekten bearbeitet:

  • SoCA (Stability of care arrangements for people living with dementia)

  • BeStaDem Studie (Programmatische Evaluation der besonderen stationären Demenzbetreuung in Deutschland)

  • PeVA-Dem (Entwicklung eines demenzspezifischen Pflegegeleiteten Versorgungsmodells für die stationäre Altenpflege in Deutschland)

  • G-EAT (BeStaDem - German Environmental Audit Tool)

  • e-Dem-Connect

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SoCA (Stability of care arrangements for people living with dementia)

Die meisten Menschen mit Demenz leben zuhause. Eine stabile Versorgung im gewohnten Lebensumfeld  ist der Wunsch von Menschen mit Demenz und ihren Familien und gleichermaßen ein zentrales sozial- und gesundheitspolitisches Ziel.  Die Projektlinie SoCA beforscht mit einem breiten Methodenspektrum das komplexe Phänomen der Stabilität von häuslichen Versorgungsarrangements von der Theoriebildung bis hin zur Struktur- und Interventionsentwicklung.

BeStaDem Studie (Programmatische Evaluation der besonderen stationären Demenzbetreuung in Deutschland)

Eine an den speziellen Bedürfnissen von Menschen mit schwerer Demenz ausgerichtete Versorgung in Altenheimen erfordert spezielle Konzepte. Viele verschiedene spezialisierte Versorgungskonzepte wurden entwickelt und in den letzten Jahren in der Praxis eingeführt. Es stellt sich nun die Frage, wie Strukturen für spezialisierte Versorgungskonzepte organisiert sein müssen um eine hohe Versorgungsqualität herzustellen. Ebenfalls soll untersucht werden wie die Finanzierung dieser Angebote erfolgen kann. Um diese Fragen zu beantworten ist das Ziel der Studie eine programmatische Evaluation der besonderen Demenzversorgung in der stationären Altenhilfe in Deutschland.

PeVA-Dem (Entwicklung eines demenzspezifischen Pflegegeleiteten Versorgungsmodells für die stationäre Altenpflege in Deutschland)

Aufgrund der Komplexität der pflegerischen und medizinischen Versorgung in der stationären Altenpflege, bedarf es innovativer Versorgungsmodellen, die eine qualitativ hochwertige Versorgung multimorbider Bewohner*innen sicherstellen. Ziel des Projektes PeVA-Dem ist die Entwicklung eines demenzspezifischen, pflegegeleiteten Versorgungsmodells für die stationäre Altenpflege in Deutschland zur Verbesserung der interprofessionellen Betreuung von Bewohner*innen mit Demenz in komplexen Versorgungssituationen.

G-EAT (BeStaDem - German Environmental Audit Tool)

Ziel des Projektes ist die Übersetzung, kulturelle Adaption und psychometrische Testung des australischen Environmental Audit Tool – High Care. Mit diesem Instrument soll es möglich sein, die bauliche Umgebung in Wohnbereichen der stationären Langzeitpflege hinsichtlich ihrer Angemessenheit für Menschen mit einer Demenz strukturiert zu erfassen.

 

Drittmittelprojekte

e-Dem-Connect

Die Unterstützung pflegender Angehöriger ist ein wichtiger Bestandteil in der Versorgung von Menschen mit Demenz. Im Projekt eDEM-CONNECT wird gemeinsam mit pflegende Angehörigen eine chatbotbasierte Plattform zur Unterstützung pflegender Angehöriger im Umgang mit Agitation und zur Förderung von Stabilität entwickelt.

 

Schlüsselpublikationen

Franziska Laporte Uribe, Johannes Gräske, Susann Grill, Steffen Heinrich, Susanne Schäfer-Walkmann, Jochen René Thyrian, Bernhard Holle. Regional dementia care networks in Germany: Changes in caregiver burden at one-year follow-up and associated factors. International Psychogeriatrics. 2017 May 31; 29:991-1004. doi: 10.1017/S1041610217000126
Milena von Kutzleben, Kerstin Köhler, Jan Dreyer, Bernhard Holle, Martina Roes. Stability of home based care arrangements for people with dementia: Development of a consensus definition of stability using expert focus groups. Zeitschrift fur Gerontologie und Geriatrie. 2017 Mar 31; 50:210-218. doi: 10.1007/s00391-015-0990-0
Rebecca Palm, Diana Trutschel, Michael Simon, Sabine Bartholomeyczik, Bernhard Holle. Differences in Case Conferences in Dementia Specific vs Traditional Care Units in German Nursing Homes: Results from a Cross-Sectional Study. Journal of the American Medical Directors Association. 2015 Dec 31; 17:91.e9-91.e13. doi: 10.1016/j.jamda.2015.08.018
Heinrich, Laporte Uribe, Roes, Hoffmann, Thyrian, Wolf-Ostermann, Holle. Knowledge management in dementia care networks: A qualitative analysis of successful information and support strategies for people with dementia living at home and their family caregivers. Public Health. 2016 Jan 31; 131:40-48. doi: 10.1016/j.puhe.2015.10.021
Milena von Kutzleben, Sven Reuther, Olga Dortmann, Bernhard Holle. Care arrangements for community-dwelling people with dementia in Germany as perceived by informal carers - a cross-sectional pilot survey in a provincial-rural setting. Health and Social Care in the Community. 2016 Apr 30; 24:283-296. doi: 10.1111/hsc.12202

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)

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