DemPro
„Ja, und…“ – Verbesserung der Kommunikation von Angehörigen von Menschen mit Demenz mit ihren zu Pflegenden durch Techniken aus dem Improvisationstheater
Projektübersicht
| Projektlaufzeit | 01.11.2025 – 31.10.2027 |
| Projektfinanzierung | Ilse-Kubaschewski-Stiftung |
Hintergrund
Demenz führt häufig zu Gedächtnisverlust, Konzentrationsproblemen und Veränderungen in Persönlichkeit und Verhalten. Das erschwert die Kommunikation zwischen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Besonders im fortgeschrittenen Stadium kommt es oft zu unvorhersehbarem Verhalten auf Seiten des Menschen mit Demenz, das von pflegenden Angehörigen Flexibilität, Spontanität und Einfühlungsvermögen erfordert.
Strategien aus dem Improvisationstheater (Impro-Theater) können hier unterstützen. Sie fördern eine offene, positive und kreative Haltung im Umgang miteinander. Zentrale Prinzipien sind:
- „Ja, und…“ – die Situation annehmen und konstruktiv darauf aufbauen
- „Den anderen gut aussehen lassen“ – die Perspektive des Gegenübers validieren und stärken
- Freude und Neugier – jede Begegnung als Chance für positive Interaktion sehen
- Fehlerfreundlichkeit – Missverständnisse als Lernmöglichkeit begreifen
Diese Haltung kann das Wohlbefinden von pflegenden Angehörigen sowie darüber auch das Wohlbefinden der Menschen mit Demenz fördern.
Ziel des Projektes
In dieser Studie wird untersucht, ob Übungen aus dem Impro-Theater pflegenden Angehörigen von Menschen mit fortgeschrittener Demenz dabei helfen können, ihr Belastungserleben sowie depressive Symptome zu verringern und die Beziehungsqualität zum Menschen mit Demenz zu verbessern – kurz- und mittelfristig.
Ablauf des Projektes
Die Intervention umfasst drei Gruppen mit je 6–8 Teilnehmenden, die sich über acht Wochen hinweg wöchentlich für zwei Stunden treffen. In den Sitzungen werden Übungen aus dem Impro-Theater vermittelt und deren Bedeutung für den Umgang mit dem erkrankten Angehörigen reflektiert. Die Termine werden so gestaltet, dass sie mit Pflegeaufgaben vereinbar sind.
Die Wirkung wird in einer wissenschaftlichen Studie mit quantitativen (Fragebögen) und qualitativen (Interviews) Methoden geprüft – zu Beginn, am Ende sowie 3 und 6 Monate nach der Intervention.