Miranka Wirth
Gehirn und Resilienz
Dr. Miranka Wirth, Dipl. Psych.
Gruppenleiterin
Tatzberg 41
01307 Dresden
  Dresden

miranka.wirth@dzne.de
 +49 351 210 463-601

Forschungsschwerpunkte

Etwa ein Drittel der weltweiten Alzheimer-Erkrankungen wird auf potenziell veränderbare Risikofaktoren zurückgeführt, wie z. B. körperliche und geistige Inaktivität (Linvingston et al., Lancet, 2017). Es ist daher wichtig, Forschungsprogramme auf den Weg zu bringen, die gesundes Altern begünstigen und dazu beitragen, neurodegenerativen Erkrankungen vorzubeugen.

Unser Ziel ist es, die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) des Gehirns gegenüber Alterungsprozessen und der Alzheimer-Krankheit durch einen multimodalen Ansatz zu verstehen und zu verbessern. Wir informieren darüber, was jeder selbst tun kann, um gesund zu altern.

Aus diesem Leitbild ergeben sich wichtige Schwerpunkte, die für unsere Forschungsarbeit von Bedeutung sind:

  • die Charakterisierung der Vulnerabilität (Verletzbarkeit) neuronaler Systeme durch Prozesse der Gehirnalterung und krankheitsbedingte Gehirnpathologie.
  • die Untersuchung von protektiven Lebensstilfaktoren, welche z.B. einer krankheitsbedingten Gehirnpathologie verbeugen und somit Resilienz fördern.
  • die Entwicklung von frühzeitigen und wirksamen Interventionsprogrammen, um die Gehirn-Resilienz und Neuroplastizität zu verbessern.

Unser Forschungsprogramm (Abbildung 1) basiert auf einer translationalen Forschungsperspektive. Wir fokussieren uns auf drei interaktive Themenbereichen:

Bereich I untersucht die Vulnerabilität des alternden Gehirns mithilfe multimodaler Bildgebung sowie physiologischer und neurokognitiver Biomarker.

Bereich II erforscht neurobiologische Mechanismen und Korrelate, von protektiven Lebensstilfaktoren.

Bereich III prüft die Durchführbarkeit und Wirksamkeit von Lebensstil-Interventionen, wie Tanz und Achtsamkeit, bei älteren Menschen.

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Als Forschungsteam widmen wir uns folgenden Themen:

Förderung von gesundem Altern

Der Schlüssel zu diesem Ziel bilden multidisziplinäre und translationale Projekte, welche 1. die Faktoren und Mechanismen von „gesunden“ und „pathologischen“ Altern bestimmen und 2. dieses Wissen in innovative Interventionsprogramme umsetzen.

Charakterisierung von Gehirn-Resilienz

In unseren Forschungsprojekten integrieren wir bildgebende (molekulare, vaskuläre, strukturelle und funktionelle) Verfahren, Messungen von Risiko- und protektiven Lebensstilfaktoren und neuropsychologische Daten. Dazu nutzen wir Plattformen (z.B. ADNI, DELCODE), welche multimodale Daten an älteren gesunden und klinischen Populationen bereitstellen.

Transfer von Forschungsergebnissen

Wir wollen innovative Interventionsansätze gegen die Alzheimer-Krankheit durch Synergien in den Bereichen der Neurowissenschaften, Technologie, Kunst und Kultur entwickeln. Unser Ansatz zielt darauf ab, neurowissenschaftliche Erkenntnisse der „Environmental Enrichment“ Forschung auf den Menschen zu übertragen, um die Plastizität und Regeneration des Gehirns zu aktivieren.

Kommunikation und Kollaboration

Durch öffentlichste Aktivitäten, z. B. am Welt-Alzheimer-Tag, informieren wir ältere Menschen über unsere Forschungsprojekte und -ergebnisse.

Wir beteiligen uns am DD-Concept Scientific Area Network (SAN) „Prozesse des Alterns“ sowie am europäischen Forschungskonsortium „Medit-Ageing“. Wir kollaborieren wir mit führenden Experten an der Fakultät für Psychologie; am DZNE Magdeburg (Dr. Anne Maass); UCL, London (Prof. Natalie Marchant); INSERM, Caen (Prof. Gaël Chételat); McGill Univerisät, Montreal (Prof. Sylvia Villeneuve).

Schlüsselpublikationen

Benson G, Hildebrandt A, Lange C, Schwarz C, Köbe T, Sommer W, Flöel A, Wirth M. Functional connectivity in cognitive control networks mitigates the impact of white matter lesions in the elderly. Alzheimer's research & therapy. 2018 Jan 01; 10:109. doi: 10.1186/s13195-018-0434-3
Wirth M, Bejanin A, La Joie R, Arenaza-Urquijo E M, Gonneaud J, Landeau B, . . . Chetelat G. Regional patterns of gray matter volume, hypometabolism, and beta-amyloid in groups at risk of Alzheimer's disease. Neurobiology of aging. 2018 Jan 01; 63:140-151. doi: 10.1016/j.neurobiolaging.2017.10.023
Wirth M, Villeneuve S, La Joie R, Marks SM, & Jagust WJ. Gene-environment interactions: lifetime cognitive activity, APOE genotype, and beta-amyloid burden. J Neurosci. 2014 Jan 01; 34:8612-8617. doi: 10.1523/JNEUROSCI.4612-13.2014
Wirth M, Haase C M, Villeneuve S, Vogel J, & Jagust WJ. Neuroprotective pathways: lifestyle activity, brain pathology, and cognition in cognitively normal older adults. Neurobiology of aging. 2014 Jan 01; 35:1873-1882. doi: 10.1016/j.neurobiolaging.2014.02.015
Wirth M, Villeneuve S, Haase CM, Madison CM, Oh H, Landau SM, Rabinovici, GD, Jagust WJ. Associations between Alzheimer disease biomarkers, neurodegeneration, and cognition in cognitively normal older people. JAMA neurology. 2013 Jan 01; 70:1512-9.

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)

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