DZNE-Forscher mit Gleichgesinnten auf dem Jakobsweg

Nächste Ausgabe des „Walking the Talk for Dementia” startet Ende Juni

Greifswald, 12. Juni 2026. Schon seit dem Mittelalter pilgern Menschen nach Santiago de Compostela – ursprünglich aus religiösen Beweggründen, innere Einkehr und andere Motive sind in jüngsten Jahren hinzugekommen. Unter dem Motto „Walking the Talk for Dementia“ machen sich seit 2023 auch Menschen mit Demenz, Angehörige, Forschende und andere Aktivisten für das Thema Demenz auf dem Weg zum Wallfahrtsort im spanischen Nordwesten. Dabei wandeln sie in kurzen Tagesmärschen auf dem finalen Abschnitt des berühmten Jakobsweges. In diesem Jahr wird sich der Greifswalder DZNE-Forscher René Thyrian der internationalen Pilgerschaft anschließen. Deren Reise mündet in einem zweitägigen Symposium.

Verteilt über vier Tagesetappen wird die Gruppe gemeinsam rund 40 Kilometer zurücklegen. Busse bringen die Pilgerinnen und Pilger vom Konferenzhotel zum jeweiligen Startpunkt und holen sie am Ende der Strecke wieder ab.

„Ich gehe davon aus, dass wie üblich mehrere Dutzend Menschen aus aller Welt zusammenkommen werden – mit ganz unterschiedlichen Bezügen zum Thema Demenz“, sagt Professor Thyrian, der in diesem Jahr erstmals teilnimmt. „Diese Initiative bietet eine außergewöhnliche Form des Austauschens und Netzwerkens. Es gibt eben nicht nur eine klassische Tagung mit Vorträgen, Symposien und Workshops – das findet erst am Ende statt. Vorher ist man mehrere Tage gemeinsam unterwegs. Das Wandern bietet reichlich Gelegenheit, sich über Demenz und ihre Herausforderungen auszutauschen – mit praktisch jedem. Ich durfte mich schon an vielen verschiedenen Formaten beteiligen, aber das wird sicher eine ganz besondere Erfahrung.“

Der „Impact“ dieses Formats wurde evaluiert und Veröffentlichungen in „Alzheimers & Dementia“,Nature Reviews Neurology“ und „Frontiers in Dementia“ zeigen, dass sich gerade unter dem Aspekt der partizipativen Forschung verschiedenste, positive Wirkungen zeigen lassen. 

 

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