EnergI

Ausdauertraining im Alter

Metabolische und neurovaskuläre Plastizität des Gehirns im Alter und deren Modifizierung durch Amyloidablagerungen, immunologische und metabolische Risikofaktoren

Allgemeines

Bei ca. 20-30% der älteren Bevölkerung liegen Eiweißablagerungen (sog. Amyloid) im Sinne einer präklinischen Alzheimer Erkrankung vor. Zudem sind im Alter kognitive Verschlechterungen häufig, welche sich durch Gedächtnisprobleme, wie z.B. eine Abnahme des exakten Erinnerns kürzlicher Ereignisse oder der räumlichen Orientierung, äußern können. Das Risiko von fortschreitenden Gedächtnisproblemen und einer Progression zur klinisch manifesten Alzheimer Demenz erhöht sich, wenn zusätzlich auch metabolische Risikofaktoren (z.B. Übergewicht, Insulinresistenz, erhöhter Blutzuckerspiegel, Bluthochdruck) vorhanden sind.

Hintergrund und Ziele

Körperliche und kognitive Inaktivität sowie das Vorhandensein des metabolischen Syndroms sind wichtige Risikofaktoren einer neurodegenerativen Erkrankung im normalen Alterungsprozess. Es ist allerdings wenig darüber bekannt, wie ein metabolisches Risiko sich mechanistisch auf die Funktion des Gehirns auswirkt.

Kognitives und körperliches Training im Alter können bestimmte Gehirnfunktionen verbessern. Jedoch ist noch unklar, ob derartige Interventionen auch bei jenen Älteren wirksam sind, die ein erhöhtes Risiko für eine Alzheimererkrankung haben, nämlich Personen mit Eiweißablagerungen und/oder metabolischem Risiko im Gehirn.

Übersicht

EnergI ist eine Interventionsstudie, welche den akuten und langfristigen Einfluss eines 4-monatigen moderaten Ausdauertrainings auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Funktion des Gehirns im Alter von Personen mit metabolischen Risikofaktoren und Eiweißablagerungen untersucht.

Ablauf der Studie

Teilnehmen können Personen zwischen 65 und 75 Jahren. Es sollen insgesamt 300 Probanden rekrutiert werden. Davon werden 200 in die Interventionsphase übernommen, wovon jedoch nur die Hälfte trainiert. Bevor Sie sich zur Studienteilnahme entschließen, wird der Studienarzt Sie über die Untersuchungen aufklären und den Studienablauf mit Ihnen abstimmen. Im Rahmen des Gesprächs haben Sie selbstverständlich die Gelegenheit Fragen zu stellen.

Wenn Sie in die Teilnahme zur Studie einwilligen, erfolgen u.a. folgende Untersuchungen:

  • kardiologische Untersuchung (Belastungs-EKG)
  • neuropsychologische Untersuchung (z.B. Prüfung von Gedächtnisfunktion)
  • Blutentnahmen zur Bestimmung von bio-chemischen und genetischen Markern
  • bildgebende Untersuchungen des Kopfes (MRT, PET)

Das anschließende Ausdauertraining findet 3 Mal pro Woche für je ca. 45 min statt und geht über insgesamt 4 Monate.

Im Anschluss an die Trainingsphase werden alle Untersuchungen wiederholt.

Darüber hinaus findet nach weiteren 14 Monaten eine erneute (verkürzte) Untersuchung statt zur Überprüfung der Langzeiteffekte statt.

Alle Informationen können Sie hier herunterladen: Flyer EnergI (Bonn), Flyer EnergI (Magdeburg)

Leiter der Studie: Prof. Dr. Emrah Düzel
Beginn: 2018
Status: multizentrisch, Rekrutierung aktiv

Studienkoordination / Projektmanagement

Theresa Schörkmaier
theresa.schoerkmaier@dzne.de
 +49 228 43302-808
 +49 228 43302-812

Beteiligte Standorte

Bonn

DZNE - Zentrum für klinische Forschung
Leiter vor Ort:
Dr. Annika Spottke
Kontakt vor Ort:
+49 228 43302-810
+49 228 43302-849

DZNE
Universitätsklinikum Bonn - FE Klinische Funktionelle Neurobildgebung
Leiter vor Ort:
Prof. Dr. Henning Boecker
Kontakt vor Ort:
+49 228 287-16367

Köln

DZNE
Universitätsklinikum Köln
 – Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Leiter vor Ort: 
Prof. Dr. Alexander Drzezga
Kontakt vor Ort: 
+49 221 478-7575

Magdeburg

DZNE
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
- Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung
Leiter vor Ort:
Prof. Dr. Emrah Düzel
Kontakt vor Ort:
+ 49 391 67-24600
+ 49 391 67-25053

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)

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