Psychosoziale Epidemiologie und öffentliche Gesundheit

Priv.-Doz. Dr. Francisca S. Rodriguez

Forschungsschwerpunkte

Gesund zu altern ist ein Ideal, das in unserer Gesellschaft leider noch sehr selten erreicht wird. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, die dabei helfen können, fit zu bleiben.

Viele Menschen werden im Alter nicht nur mit körperlichen Einschränkungen konfrontiert, sondern stellen auch fest, dass ihre geistige Leistungsfähigkeit (d. h. Kognition) abnimmt. Daher hat es sich unsere Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt, zu erforschen, wie es gelingen kann, die kognitive Leistungsfähigkeit im Alter zu erhalten. Dafür wollen wir sowohl Faktoren identifizieren, die das Risiko eine kognitive Einschränkung oder sogar Demenz zu erleben, senken. Dies sind sogenannte protektive Faktoren. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch, dass wir Risikofaktoren für eine im Alter eingeschränkte Kognition bestimmen. Durch die Identifikation dieser Faktoren lässt sich ableiten, welche Maßnahmen zum Beispiel von politischer Seite aus ergriffen werden können, um die kognitive Leistungsfähigkeit der Bevölkerung auf lange Sicht zu verbessern.

Der Fokus unserer Arbeitsgruppe liegt auf der Lebenswelt der einzelnen Person. Biologische und neurologische Prozesse, die die Alterung des Gehirns vorantreiben, sind dynamisch und existieren nicht in einem Vakuum. Vielmehr sind sie von dem Lebensumfeld einer Person direkt beeinflussbar. Unser Ziel ist es daher, zu ermitteln, wie dieses Lebensumfeld gestaltet sein sollte, um beste Voraussetzungen für eine gute Kognition im Alter zu schaffen. Dies schließt z.B. die beruflichen Erfahrungen und die Freizeitgestaltung, aber auch die mentale Gesundheit mit ein. Das bedeutet, wir befassen uns mit psychologischen und sozialen Einflüssen (sog. ‚psychosoziale‘ Einflüsse), die Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit haben.

In Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinheiten prüfen wir zudem, welchen Einfluss psychosoziale Faktoren auf mögliche neurobiologischen Mechanismen kognitiver Alterung haben. Auf diese Weise können die Erkenntnisse unserer Forschung auch zum Verständnis der Alterungsprozesse im Gehirn beitragen.

Aktuelle Projekte (Stand 2021): Unsere aktuellen Projekte decken verschiedene Themen ab. So untersuchen wir, wie sozioökonomische Umstände, soziale Bedingungen und auch zwischenmenschliche Beziehungen mit kognitivem Abbau und dem Risiko, eine Demenz zu entwickeln, in Zusammenhang stehen. Zudem beschäftigen wir uns derzeit in einer Umfrage mit nicht-medizinischen Maßnahmen in der Demenzversorgung. Im Fokus dabei stehen im Speziellen die Themen Kreativität und Musik, für die wir zusätzlich Beobachtungs- und experimentelle Studien durchführen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Ausführen von Alltagsaktivitäten bei Gedächtnisproblemen und welche Strategien dabei hilfreich sind.

Mehr Informationen zu einigen aktuellen Studien finden Sie hier: Kreativität und KognitionNeurokognition und Alltagsaktivitäten | Life.act

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