Psychosoziale Epidemiologie und öffentliche Gesundheit

Priv.-Doz. Dr. Francisca S. Rodriguez

Forschungsschwerpunkte

Aktuell werden in der Forschungsgruppe, unter anderen, diese Studien durchgeführt: Kreativität und KognitionNeurokognition und Alltagsaktivitäten

Mit einem epidemiologischen Forschungsansatz verfolgen die Tätigkeiten in der Arbeitsgruppe das Ziel Determinanten und Risikofaktoren für Demenzerkrankungen in der Bevölkerung zu identifizieren, die Prävalenz und Krankheitslast bestimmen. Anhand dieser Befunde lassen sich, zum einen, politische Maßnahmen ableiten, um die Krankheitsraten in der Bevölkerung zu reduzieren und, zum anderen, Zusammenhänge offenlegen, deren biologische und neurologische Prozesse in weiteren Forschungsstudien zu untersuchen sind.

Bisherige epidemiologische Studien der Demenzforschung weisen auf multiple Risikofaktoren im Laufe des Lebens hin, allerdings wurden bislang nur wenig Lebensstilfaktoren untersucht. Psychosoziale Determinanten für Gesundheit haben in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit von internationalen Forschungseinheiten bekommen, so dass es wichtig ist, auch deren Rolle hinsichtlich demenzieller Erkrankungen zu untersuchen. Letztendlich finden die biologischen Prozesse, die das Demenzrisiko bestimmen, in dem Lebensumfeld statt, in dem sich der Einzelne jeden Tag bewegt und das ein Teil seiner Identität geworden ist. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, verschiedene psychosoziale Faktoren zu untersuchen, um differenzierte Effekte verschiedener Faktoren erklären zu können und neue Erklärungsansätze für eine protektive Wirkung entwickeln zu können.

Forschungsstudien der Arbeitsgruppe konzentrieren sich beispielsweise darauf, differenzierte Effekte der einzelnen Komponenten des beruflichen und sozialen Umfelds offenzulegen, welche sich als besonders einflussreich herausstellen. Des Weiteren werden Interaktionen zwischen psychosozialen Determinanten (z.B. der Freizeitgestaltung) und anderen Risikofaktoren, aber auch der mentalen Gesundheit und genetischer Prädisposition untersucht. Dabei haben wir Länderspezifische Aspekte einzelner psychosozialer Determinanten im Blick. In Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinheiten versuchen wir außerdem, mögliche neurobiologischen Mechanismen zu identifizieren, durch welche psychosoziale Faktoren das Risiko eine Demenz zu entwickeln beeinflussen. Bei diesen Forschungsarbeiten konzentrieren wir uns auf die einzelnen Komponenten der psychosozialen Faktoren, zum Beispiel, indem wir eine detaillierte Analyse der Operationalisierung vornehmen oder systematisch die Interaktion mit anderen Faktoren untersuchen. Dadurch können die eigentlich wirksamen Komponenten gegen Demenz erkannt werden. Um ein besseres Verständnis zu den Zusammenhängen zwischen psychosozialen Determinanten und dem Demenzrisiko zu erlangen, erforschen wir in unseren Studien auch das Gedächtnis, den kognitiven Abbau im Alter und einzelne Demenzsymptome.

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