Francisca Rodriguez
Psychosoziale Epidemiologie und öffentliche Gesundheit
Dr. habil. Francisca S. Rodriguez
Gruppenleiterin
Ellernholzstr. 1-2

17489  Greifswald

francisca-saveria.rodriguez@dzne.de
 +49 3834 867-604

Mit einem epidemiologischen Forschungsansatz verfolgen die Tätigkeiten in der Arbeitsgruppe das Ziel Determinanten und Risikofaktoren für Demenzerkrankungen in der Bevölkerung zu identifizieren, die Prävalenz und Krankheitslast bestimmen. Anhand dieser Befunde lassen sich, zum einen, politische Maßnahmen ableiten, um die Krankheitsraten in der Bevölkerung zu reduzieren und, zum anderen, Zusammenhänge offenlegen, deren biologische und neurologische Prozesse in weiteren Forschungsstudien zu untersuchen sind.

Bisherige epidemiologische Studien der Demenzforschung weisen auf multiple Risikofaktoren im Laufe des Lebens hin, allerdings wurden bislang nur wenig Lebensstilfaktoren untersucht. Psychosoziale Determinanten für Gesundheit haben in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit von internationalen Forschungseinheiten bekommen, so dass es wichtig ist, auch deren Rolle hinsichtlich demenzieller Erkrankungen zu untersuchen. Letztendlich finden die biologischen Prozesse, die das Demenzrisiko bestimmen, in dem Lebensumfeld statt, in dem sich der Einzelne jeden Tag bewegt und das ein Teil seiner Identität geworden ist. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, verschiedene psychosoziale Faktoren zu untersuchen, um differenzierte Effekte verschiedener Faktoren erklären zu können und neue Erklärungsansätze für eine protektive Wirkung entwickeln zu können.

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Forschungsstudien der Arbeitsgruppe konzentrieren sich beispielsweise darauf, differenzierte Effekte der einzelnen Komponenten des beruflichen und sozialen Umfelds offenzulegen, welche sich als besonders einflussreich herausstellen. Des Weiteren werden Interaktionen zwischen psychosozialen Determinanten (z.B. der Freizeitgestaltung) und anderen Risikofaktoren, aber auch der mentalen Gesundheit und genetischer Prädisposition untersucht. Dabei haben wir Länderspezifische Aspekte einzelner psychosozialer Determinanten im Blick. In Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinheiten versuchen wir außerdem, mögliche neurobiologischen Mechanismen zu identifizieren, durch welche psychosoziale Faktoren das Risiko eine Demenz zu entwickeln beeinflussen. Bei diesen Forschungsarbeiten konzentrieren wir uns auf die einzelnen Komponenten der psychosozialen Faktoren, zum Beispiel, indem wir eine detaillierte Analyse der Operationalisierung vornehmen oder systematisch die Interaktion mit anderen Faktoren untersuchen. Dadurch können die eigentlich wirksamen Komponenten gegen Demenz erkannt werden. Um ein besseres Verständnis zu den Zusammenhängen zwischen psychosozialen Determinanten und dem Demenzrisiko zu erlangen, erforschen wir in unseren Studien auch das Gedächtnis, den kognitiven Abbau im Alter und einzelne Demenzsymptome.

Publikationen

Rodriguez FS, Pabst A, Luck T, König HH, Angermeyer MC, Witte AV, Villringer A, Riedel-Heller SG. Social Network Types in Old Age and Incident Dementia. J Geriatr Psychiatry Neurol. 2018 Jul 02; 31:163-170. doi: 10.1177/0891988718781041
Rodriguez FS, Schroeter ML, Arélin K, Witte AV, Baber R, Burkhardt R, Engel C, Löffler M, Thiery J, Villringer A, Luck T, Riedel-Heller SG. APOE e4-genotype and lifestyle interaction on cognitive performance: Results of the LIFE-Adult-study. Health Psychol. 2018 Feb 01; 37:194-205. doi: 10.1037/hea0000515
Rodriguez FS, Aranda MP, Lloyd DA, Vega WA. Racial and Ethnic Disparities in Dementia Risk Among Individuals With Low Education. Am J Geriatr Psychiatry. 2018 Sep 03; 26:966-976. doi: 10.1016/j.jagp.2018.05.011
Rodriguez FS, Matschinger H, Angermeyer MC, Luck T, Riedel-Heller SG. Compression of cognitive morbidity by higher education in individuals aged 75+ living in Germany. Int J Geriatr Psychiatry. 2018 Oct 01; 33:1389-1396. doi: 10.1002/gps.4950
Francisca S. Then, Tobias Luck, Kathrin Heser, Annette Ernst, Tina Posselt, Birgitt Wiese, Silke Mamone, Christian Brettschneider, Hans-Helmut König, Siegfried Weyerer, Jochen Werle, Edelgard Mösch, Horst Bickel, Angela Fuchs, Michael Pentzek, Wolfgang Maier, Martin Scherer, Michael Wagner, Steffi G. Riedel-Heller, Heinz-Harald Abholz, Christian Brettschneider, Cadja Bachmann, Horst Bickel, Wolfgang Blank, Hendrik van den Bussche, Sandra Eifflaender-Gorfer, Marion Eisele, Annette Ernst, Angela Fuchs, Kathrin Heser, Frank Jessen, Hanna Kaduszkiewicz, Teresa Kaufeler, Mirjam Köhler, Hans-Helmut König, Alexander Koppara, Carolin Lange, Diana Lubisch, Tobias Luck, Melanie Luppa, Wolfgang Maier, Manfred Mayer, Edelgard Mösch, Michael Pentzek, Tina Posselt, Jana Prokein, Steffi Riedel-Heller, Susanne Röhr, Martin Scherer, Anna Schumacher, Janine Stein, Susanne Steinmann, Franziska Tebarth, Michael Wagner, Klaus Weckbecker, Dagmar Weeg, Jochen Werle, Siegfried Weyerer, Birgitt Wiese, Steffen Wolfsgruber, Thomas Zimmermann, Hendrik van den Bussche, Wolfgang Maier, Martin Scherer. Which types of mental work demands may be associated with reduced risk of dementia?. Alzheimer's and Dementia. 2017 Mar 31; 13:431-440. doi: 10.1016/j.jalz.2016.08.008

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