Schlaganfallforschung
Prof. Dr. Matthias Endres
Leiter der Klinischen Forschung
am Standort Berlin
Campus Mitte, c/o Universitätsmedizin Berlin Klinik und Poliklinik für Neurologie Charitéplatz 1
10117 Berlin

matthias.endres@dzne.de
 +49 30 450-560101

Forschungsschwerpunkte

Obwohl es sich bei einem Schlaganfall um ein plötzlich auftretendes Ereignis handelt, sind entzündliche und regenerative Prozess noch Wochen und Monate nach einem Schlaganfall aktiv. Bis heute ist wenig über die langfristigen Effekte dieser Prozesse auf Neurodegeneration und damit einhergehenden kognitiven Einschränkungen bekannt. Meine Arbeitsgruppe forscht deshalb daran, Einblicke in die Mechanismen dieser Vorgänge zu bekommen und innerhalb von klinischen und prä-klinischen Studien präventive Behandlungsstrategien zu entwickeln. Dabei legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf:

  • Präventive vaskuläre Mechanismen (z. B.  durch Beeinflussung der Endothelfunktion, körperlicher Aktivität, pharmakologische Ansätze)
  • Mechanismen des Zelltods (Zellzyklusaktivierung, DNA Schaden und Reparatur, Apoptose)
  • Klinische Studien zu Demenz und kognitiven Beeinträchtigungen nach einem Schlaganfall, Schlaganfallprophylaxe und Telemedizin
 mehr dazu

Am DZNE Standort Berlin koordiniere ich die DZNE – Mechanisms of Dementia After Stroke (DEMDAS) Studie und eine Studie im Rahmen der Berlin Aging Study II (BASE-II) zur Assoziation von erhöhten Troponin Werten und kognitiven Einschränkungen. Weitere Informationen zu diesen Studien und den in Berlin koordinierten Substudien finden Sie weiter unten.

Um weitere Informationen zur AG Endres zu erhalten besuchen Sie bitte unsere Homepage

Am DZNE Standort Berlin koordiniere ich folgende Projekte:

Projekt 1:

Die DZNE - Mechanisms of Dementia After Stroke (DEMDAS) Studie, die sich mit Mechanismen von Demenz nach einem Schlaganfall befasst.

Diese Studie wird von Herrn Prof. Dichgans koordiniert. Berlin ist ein aktiv rekrutierendes Zentrum bei dieser an mehreren Zentren laufenden Kohortenstudie. Als einer der Studienleiter führe ich gemeinsam mit Kollegen in Berlin einige Substudien durch. Die wissenschaftlichen Fragestellungen dieser Substudien beinhalten unter anderen: Die Klärung der Rolle der Lipoprotein assoziierten Phospholipase A2 und des Lipoprotein (a) im Zusammenhang mit dem Risiko für eine Demenz oder eine kognitive Einschränkung nach einem Schlaganfall; Die Rolle pathogenetisch relevanter Autoantikörper im Zusammenhang mit einer Demenz nach einem Schlaganfall; Die Rolle von hochsensitivem kardialen Troponin zur Prädiktion von Schlaganfällen, einer Demenz nach einem Schlaganfall und einer progredienten kognitiven Beeinträchtigung (siehe auch Projekt 2)

Projekt 2:

Assoziation von erhöhten Troponinwerten und einer kognitven Beeinträchtigung: Ergebnisse der Berlin Aging Study II (BASE-II). In diesem Projekt testen wir die Hypothese, ob erhöhte Werte karidalen Troponins unabhängig von anderen Variablen mit einer kognitiven Beeinträchtigung assoziiert sind und einen Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz darstellen (Nolte und Endres, 2014). In die Berlin Aging Study II (BASE-II) wurden 2.200 Bewohner der Metropolregion Berlin eingeschlossen und ausführlich untersucht. Von diesen Studienteilnehmern waren 500 jünger als 40 Jahre, die übrigen 1700 über 60 Jahre alt. Unsere Hypothese ist, dass subklinisch erhöhte Troponinwerte mit einer kognitiven Beeinträchtigung und einer progredienten Abnahme der kognitiven Leistung assoziiert sind.

Schlüsselpublikationen

Kronenberg G, Balkaya M, Prinz V, Gertz K, Ji S, […], Endres M. Exofocal dopaminergic degeneration as antidepressant target in mouse model of poststroke depression. Biol Psychiatry. 2012 Jan. 01; 72:273-81. doi: 10.1016/j.biopsych.2012.02.026
Gertz K, Kronenberg G, Kalin RE, Baldinger T, Werner C, […], Endres M. Essential role of interleukin-6 in post-stroke angiogenesis. Brain. 2012 Jan. 01; 135:1964-80. doi: 10.1093/brain/aws075
Endres M, Biniszkiewicz D, Sobol RW, Harms C, Ahmadi M, Lipski A, et al. Increased postischemic brain injury in mice deficient in uracil-DNA glycosylase. J Clin Invest. 2004 Jan. 01; 113:1711-21. doi: 10.1172/JCI20926
Endres M, Fink K, Zhu J, Stagliano NE, Bondada V, Geddes JW, et al. Neuroprotective effects of gelsolin during murine stroke. J Clin Invest. 1999 Jan. 01; 103:347-54. doi: 10.1172/JCI4953
Endres M, Laufs U, Huang Z, Nakamura T, Huang P, Moskowitz MA, et al. Stroke protection by 3-hydroxy-3-methylglutaryl (HMG)-CoA reductase inhibitors mediated by endothelial nitric oxide synthase. Proc Natl Acad Sci USA. 1998 Jan. 01; 95:8880-5.

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)