Musik trifft Hirnforschung beim Auftakt der Konzertreihe „Noten und Neuronen“

Mit Bläck Fööss und Gürzenich-Orchester

 

Köln/Bonn, 13. Juli 2026. Mit einem fulminanten Konzert in der Kölner Philharmonie ist die Reihe „Noten und Neuronen: Musik für die Gehirngesundheit“ gestartet. Die insgesamt sechsteilige Veranstaltungsserie wird von der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn gemeinsam mit dem DZNE und weiteren Forschungsorganisationen ausgerichtet. Anlass ist das Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft.

Die knapp dreistündige Veranstaltung bot kurzweilige Einblicke in die Hirnforschung sowie eine Reise durch die Zeit und musikalischen Genres: von Strauss und Beethoven über Sting und AC/DC bis zu den Filmscores von John Williams und Hans Zimmer. Emotionaler Höhepunkt: der Auftritt der Kultband Bläck Fööss begleitet vom Chor des Universitätsklinikums Bonn und dem Projektorchester unter Leitung von Dr. Theodor Rüber – mit den Dudelsäcken der „Rhine Power Pipe Band“ als krönendem Abschluss.

Eine Band mit Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln sorgte im Laufe des Abends für mitreißende musikalische Begleitung – mit Sängerin Leonora und modernen Instrumentarium wie Schlagzeug und E-Bass. Ein virtuoses Ensemble des Gürzenich-Orchesters interpretierte Werke von Mozart, Grieg und Bach. Und schließlich verabschiedete der britische Tenor Andrew Staples die rund 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauer mit Puccinis berühmter Arie „Nessun dorma“ in die Nacht.

Mitmachen und Hightech in Aktion

Musik als Gemeinschaftserlebnis stand immer wieder im Mittelpunkt: In der ausverkauften Konzerthalle wurde begeistert mitgesungen und im Takt geklatscht. Leuchtende Handys inszenierten eine Lightshow im Rhythmus der Musik – und dienten zugleich als „Forschungsinstrumente“: Über eine spezielle App beteiligte sich das Publikum an einem Live-Experiment zur Frage, wie musikalisch ausgelöste Emotionen unser Gedächtnis beeinflussen.

Überhaupt kamen die neurowissenschaftlichen Aha-Momente nicht zu kurz: Prof. Daniela SammlerProf. Alexander Radbruch, Prof. Joachim Schultze und Prof. Bernd Weber sprachen auf unterhaltsame Weise über die Wirkung von Musik auf unser Denkorgan – und darüber, wie sie zur Gehirngesundheit beitragen kann. Das Publikum erfuhr auch, dass ein 7-Tesla-Hirnscanner gewissermaßen ähnlich tief in unseren Kopf hinschauen kann wie das berühmte James-Webb-Weltraumteleskop in die Weiten des Alls, erlebte ein Exemplar der weltweiten ersten mobilen Hirnscanners im Einsatz auf der Konzertbühne und erblickte dreidimensionale Ansichten des Gehirns von Bläck Fööss-Sänger Pit Hupperten.

Violinistin Anne Schoenholtz und Theatermacherin Anna Sophie Baumgart führten mit launiger Nonchalance durch die Veranstaltung. 

Tournee im Rahmen des Wissenschaftsjahres

Nächster Spielort von „Noten und Neuronen“ ist Bonn im Oktober. Die Reihe umfasst insgesamt sechs Konzerte bis Dezember. 

Die populärwissenschaftliche Veranstaltungsreihe ist eine gemeinsame Initiative der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, des Universitätsklinikums Bonn (UKB), des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) und des DZNE. Sie wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft gefördert. Infos und Termine: www.notenundneuronen.de