500.000 US-Dollar Förderung für Tau-Forschung in München

Mikael Simons erhält Unterstützung durch Förderprogramm „Tauopathy Challenge Workshop 2025" 

München, 13. August 2025. Prof. Dr. Mikael Simons, Forschungsgruppenleiter am DZNE in München, erhält 500.000 US-Dollar für ein Projekt zur Erforschung von Krankheitsmechanismen, an denen sogenannte Tau-Proteine beteiligt sind. Die Förderung ist Teil des internationalen Programms „Tauopathy Challenge Workshop 2025“, das Forschungsprojekte zu Verständnis und Behandlung von Tau-assoziierten Erkrankungen, wie der Alzheimer-Krankheit, unterstützt.

Simons wurde als einer von fünf Forschenden weltweit für dieses Förderprogramm ausgewählt. Der „Tauopathy Challenge Workshop“ wurde von der Rainwater Charitable Foundation (RCF) ins Leben gerufen – eine der größten unabhängigen Institutionen zur Förderung der Forschungsaktivitäten im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen. Die RCF finanziert das Programm gemeinsam mit diversen Partnerorganisationen wie der US-amerikanischen Alzheimer’s Association.

Die mit 500.000 US-Dollar dotierte Förderung wird Mikael Simons und seinem Mitantragsteller, Postdoc Dr. Stefan Berghoff, über einen Zeitraum von zwei Jahren bereitgestellt und ermöglicht die Finanzierung von Personalkosten und Verbrauchsmaterialien. 

Das Forschungsprojekt von Mikael Simons und seinem Team zielt darauf ab, die Rolle nicht-neuronaler Zellen, insbesondere von Gliazellen wie Oligodendrozyten, bei der Aggregation und Ausbreitung von Tau-Proteinen besser zu verstehen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Myelinschäden und Störungen im Transport von Fettstoffen, einschließlich der Rolle von Apolipoprotein E. Das sogenannte Myelin ist eine Art Isolierschicht, die die langen Fortsätze der meisten Nervenzellen umgibt.

Durch den Einsatz modernster hochauflösender Bildgebung, biochemischer Analysen sowie Untersuchungen an Mäusen und menschlichem Hirngewebe wollen die Münchner Forschenden herausfinden, inwiefern Störungen im Myelin und im Lipidstoffwechsel zur Entwicklung von Tau-Pathologien beitragen. Ziel des Projekts ist es, das Verständnis der Mechanismen von Tau-assoziierten Erkrankungen wie Alzheimer zu vertiefen und neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren.

Zur Pressemitteilung der RCF vom 13. August 2025 (in Englisch)