Muster erkennen

In der mittlerweile sechsten Ausgabe des  DZG-Magazins "Synergie" erklärt Prof. Joachim Schultze, Direktor für Systemmedizin am DZNE, im Interview die Bedeutung von Präzisionsmedizin für das Verständnis von Alzheimer und Parkinson.

Herr Schultze, wie viele der Techniken, die Sie heute in der Forschung anwenden, gab es schon während Ihres Medizinstudiums?

Gar keine. Stopp, das stimmt nicht: Es gab damals in den 1980er-Jahren schon Computer!

Die waren aber deutlich langsamer als die heutigen Rechner.

Ja, und genau daran lassen sich die Voraussetzungen für Präzisionsmedizin ablesen: Wir brauchen erstens die Möglichkeit, sehr viele Daten zu gewinnen – dafür ist die Technik nötig, mit der wir das Genom entschlüsseln, und die gab es damals noch nicht. Zweitens brauchen wir eine äußerst starke Rechenleistung, um mit den Daten auch arbeiten zu können. Vieles von dem, was wir heute in der Forschung realisieren können, war selbst vor wenigen Jahren noch nicht vorstellbar.

Was hat Sie dazu gebracht, sich auf die Präzisionsmedizin zu spezialisieren?

Da gab es ein Aha-Erlebnis in den späten 1990er-Jahren. Ich forschte gerade in Boston an der Harvard Medical School und ein Stockwerk über mir saß Todd Golub. Er hat eine Technik genutzt, mit der man noch vor der Erfindung der DNA-Sequenzierung messen konnte, welche Gene in verschiedenen Zellen vorhanden sind. Er war der Erste, der das auf eine konkrete Erkrankung angewandt hat, und erzielte damit große Fortschritte bei der Behandlung von Leukämie. Das hat mich unglaublich fasziniert und deshalb bin ich auch in diesen Bereich gegangen.

Das gesamte Interview von Kilian Kirchgeßner mit Joachim Schultze finden Sie in der aktuellen Ausgabe des DZG-Magazin Synergie #2/2021.

Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) arbeiten eng zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Synergien zu nutzen. Auf diese Weise wollen sie bessere Therapien und Diagnoseverfahren für die großen Volkskrankheiten entwickeln. Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung werden vom BMBF und den Sitzländern gefördert. Das Forschungsmagazins „SYNERGIE – Forschung für Gesundheit" der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung erscheint zweimal im Jahr als gedruckte Ausgabe und kann unter info@dzg-magazin.de abonniert werden.

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