CSVD-Clearance
Hirn-Clearance Bildgebung mit Magnetresonanztomographie bei Patienten mit zerebraler Mikroangiopathie
Allgemeines
In dieser Studie untersuchen wir mithilfe einer speziellen nativen 7-Tesla-MRT-Sequenz die Hirn-Clearance bei Patientinnen und Patienten mit zerebraler Mikroangiopathie im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen. Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn und der Klinik für Vaskuläre Neurologie der Universitätsklinik Bonn.
Hintergrund und Ziele
Die Hirn-Clearance dient dem Abtransport von Stoffwechselprodukten aus dem zentralen Nervensystem. Eine wichtige Rolle könnte dabei das dem lymphatischen System des Körpers vergleichbare sogenannte „glymphatische System“ spielen, das am Austausch von zerebrospinaler und interstitieller Flüssigkeit sowie an der Elimination potenziell schädlicher Metabolite beteiligt ist.
Die zerebrale Mikroangiopathie umfasst Erkrankungen der kleinen Hirngefäße und geht mit charakteristischen strukturellen Veränderungen des Gehirns sowie klinischen Manifestationen wie kognitiven Beeinträchtigungen, Gangstörungen und Schlaganfällen einher. Es wird angenommen, dass bei dieser Erkrankung auch die Hirn-Clearance beeinträchtigt sein könnte.
Ziel der Studie ist es, mithilfe einer speziellen nativen 7-Tesla-MRT-Sequenz zu untersuchen, ob die Hirn-Clearance bei Patientinnen und Patienten mit zerebraler Mikroangiopathie im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen verändert ist. Zusätzlich soll geprüft werden, ob ein Zusammenhang mit bildgebenden Merkmalen der Erkrankung sowie mit klinischen und neuropsychologischen Befunden besteht.
Übersicht
In dieser Studie soll untersucht werden, ob die Hirn-Clearance bei Patientinnen und Patienten mit zerebraler Mikroangiopathie im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen verändert ist. Darüber hinaus sollen Zusammenhänge zwischen den bildgebenden Messgrößen und klinischen sowie neuropsychologischen Befunden überprüft werden.
Wir schließen Patientinnen und Patienten mit zerebraler Mikroangiopathie sowie neurologisch gesunde Kontrollpersonen ein.
Folgende Untersuchungen und Erhebungen sind vorgesehen:
- Erhebung demographischer Daten, der medizinischen Vorgeschichte sowie standardisierter Fragebögen unter anderem zu körperlicher Aktivität, Ernährung und Schlafverhalten
- Bildgebende Untersuchung des Gehirns mittels nativer 7-Tesla-Magnetresonanztomographie (MRT) einschließlich einer speziellen Sequenz zur Untersuchung der Hirn-Clearance
- Klinisch-neurologische Untersuchung
- Neuropsychologische Testung
Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, die zerebrale Mikroangiopathie und mögliche Veränderungen der Hirn-Clearance besser zu charakterisieren.
Ablauf der Studie
Nach Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien und Ihrer schriftlichen Einwilligung erfolgt ein Studientermin am DZNE Bonn.
Dabei werden zunächst
- demographische Angaben,
- Informationen zur Krankengeschichte sowie
- Fragebögen unter anderem zu körperlicher Aktivität, Ernährung und Schlafverhalten
erhoben. Im weiteren Verlauf erfolgen
- eine klinisch-neurologische Untersuchung,
- eine kurze neuropsychologische Testung sowie
- eine MRT-Untersuchung des Gehirns am 7-Tesla-Scanner. Diese umfasst auch eine spezielle Sequenz zur Untersuchung der Hirn-Clearance.
Die MRT-Untersuchung dauert insgesamt etwa 50 Minuten. Es erfolgt keine Kontrastmittelgabe und keine studienbedingte Gewinnung von Biomaterial. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass keine Kontraindikationen für eine MRT-Untersuchung vorliegen.
Leiter der Studie:
Prof. Dr. Gabor Petzold
PD Dr. Katerina Deike
Beginn: 04/2026
Status: monozentrisch (DZNE Bonn), Rekrutierung aktiv
Studienkoordination / Kontakt:
Universitätsklinikum Bonn - Klinik für vaskuläre Neurologie
Dr. Hannah Asperger
asperger.hannah(at)dzne.de
DZNE Bonn
studienassistenten-bonn(at)dzne.de