Rheinland Studie
Prof. Dr. Dr. Monique M. B. Breteler
Direktorin für Populationsbezogene Gesundheitsforschung
Sigmund-Freud-Str. 27
53127 Bonn

monique.breteler@dzne.de
 +49 228 43302-929

Forschungsschwerpunkte

Um die Entwicklung von Präventionsstrategien für neurodegenerative und andere altersbedingte Erkrankungen, insbesondere Demenz, zu unterstützen, betreiben wir quantitative, empirische Forschung.

Zu diesem Zweck konzentrieren wir uns darauf, die Ursachen und kausale Mechanismen einer Erkrankung zu identifizieren um daraus gezielte Maßnahmen abzuleiten, die den Ausbruch einer Krankheit verzögern oder verhindern können (ätiologische Forschung). Ferner konzentrieren wir uns darauf, gefährdete Personen zu  identifizieren (Risikovorhersage).

Die meisten altersbedingten Erkrankungen treten als kumulatives Ergebnis unterschiedlicher Kombinationen von sowohl schädlichen als auch schützenden und stärkenden Faktoren auf. Was Resilienz bestimmt, bleibt bislang weitestgehend unerforscht. Neben der Erforschung der Pathophysiologie zielen wir deshalb auch darauf ab, die normale (Gehirn-)Physiologie und Variation und wie diese sich im Laufe des Lebens verändert, besser zu verstehen.

Damit wir begreifen können, was die Gesundheit der Menschen bestimmt, müssen wir Menschen studieren: Daher findet der größte Teil unserer Forschung im Rahmen der Rheinland Studie statt. Diese prospektive Kohortenstudie wurde konzipiert und initiiert, um unsere zentralen Forschungsziele zu erreichen.Unser epidemiologischer Ansatz ist hochgradig interdisziplinär und methodisch und technologisch auf dem neusten Stand. Bei der Datenerhebung legen wir besonderen Wert auf eine tiefe Phänotypisierung und beziehen neue Technologien und Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung frühzeitig in unsere Studien mit ein. Bei der Datenanalyse arbeiten wir mit Computational Data Scientists und Statistikern zusammen, um innovative Methoden für unsere hochdimensionalen und multimodalen Daten zu entwickeln und anzuwenden.

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Derzeit laufen folgende Forschungsprojekte

Ätiologie von Krankheiten

Wir untersuchen den Einfluss von Ernährung und anderen Lebensstilfaktoren auf die Kognition und Gesundheit des Gehirns, sowie die möglichen zugrundeliegenden Mechanismen. Dies steht in engem Zusammenhang mit unserer Erforschung der Zusammensetzung des Darmmikrobioms mit Bezug auf Hirnleistung, sowie mit unserer Forschung zur Rolle von Infektionen, chronische Entzündungen und des Immunstatus im Altern und bei Krankheitsentstehung. Finanziell unterstützt werden wir in diesem Bereich durch das Kompetenzcluster "Diet-Body-Brain (DietBB)", der Helmholtz-Initiative zur personalisierten Medizin (iMed) und dem Exzellenzcluster "Immunosensation".

Biomarkerforschung und Risikovorhersage

Wir verwenden moderne bildgebende Verfahren, um nicht-invasiv Informationen über die Struktur und Funktion des Gehirns zu sammeln und daraus Biomarker zu entwickeln. Darüber hinaus verwenden wir hochdimensionale multi-omische Daten zur Ableitung von (blutbasierten) Biomarkern zur Risikovorhersage und -stratifizierung. Kooperationen in diesem Bereich bestehen mit mehreren Gruppen am DZNE und im Rahmen des Exzellenzclusters "Computational Science for Complex Systems (CASCADE)".

Normale Physiologie und Altern

Wir untersuchen die Rolle von Stress bei Gesundheit und Krankheit, die Beziehung zwischen Sinnesorganen und Gehirnstruktur /-funktion, Biomarker des Alterns und betreiben pharmakoepidemiologische und pharmakogenomische Forschung. Unterstützung erhalten wir dabei durch die European Joint Programming Initiative – a Healthy Diet for a Healthy Life (Projekte HEALTHMARK und AMBROSIAC) und durch das BfArM.

Schlüsselpublikationen

Schijvers EMC, Verhaaren BFJ, Koudstaal PJ, Hofman A, Ikram MA, Breteler MMB. Is dementia incidence declining? Trends in dementia incidence since 1990 in the Rotterdam Study. Neurology. 2012 May 02; 78:1456-63. doi: 10.1212/WNL.0b013e3182553be6
Seshadri S, Fitzpatrick AL, Ikram MA, DeStefano AL, Gudnason V, Boada M, …, Breteler MMB. Genome-wide analysis of genetic loci associated with Alzheimer Disease. JAMA. 2010 May 12; 303:1832-40. doi: 10.1001/jama.2010574
Vermeer SE, Prins ND, den Heijer T, Hofman A, Koudstaal PJ, Breteler MMB. Silent brain infarcts and the risk of dementia and cognitive decline. N Engl J Med. 2003 Mar 27; 348:1215-22. doi: 10.1056/NEJMoa022066
in ‘t Veld, BA, Ruitenberg A, Hofman A, Launer LJ, van Duijn CM, Stijnen T, Breteler MMB, Stricker BHC. Nonsteroidal antiinflammatory drugs and the risk of Alzheimer’s Disease. N Engl J Med. 2001 Nov 22; 345:1515-21. doi: 10.1056/NEJMoa010178

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)