Wolfgang Wurst
Genome Engineering
Prof. Dr. Wolfgang Wurst
Gruppenleiter (kommissarisch)
Ingolstädter Landstr. 1
85764  Oberschleißheim-Neuherberg

wolfgang.wurst@dzne.de
 +49 89 3187-4111

Forschungsschwerpunkte

Mausmodelle erlauben grundlegende Einblicke in die Entstehung und den Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen und bieten damit die Möglichkeit, die Auswirkungen von krankheitsauslösenden genetischen Faktoren und innovativen Therapieansätzen im gesamten Organismus zu untersuchen. Sie sind Voraussetzung für die solide und schnelle präklinische Umsetzung neuartiger Erkenntnisse der Grundlagenforschung in die Entwicklung therapeutischer Konzepte. Daher sind diese Modelle für die Erforschung der molekularen, physiologischen und verhaltensorientierten Aspekte in Bezug auf neurodegenerative Erkrankungen unerlässlich. Die Abteilung “Genome Engineering” hat daher die Aufgabe, neue und hochmoderne Mausmodelle für Demenz, frontotemporale Lobärdegeneration (FTLD) und amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zu entwickeln, bzw. die Auswirkungen genetischer Defekte auf Phänotypen zu untersuchen und innovative Therapieansätze auszuwerten. Die transgene Einheit des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) befindet sich am Zentrum für Schlaganfall- und Demenzforschung (CSD) in Großhadern/München und wird von Dr. Benedikt Wefers organisiert. Der kommissarische Gruppenleiter ist Prof. Dr. Wolfgang Wurst.

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Die Abteilung “The Genome Engineering” dient als zentrale Einrichtung zur Generierung von Mausmodellen für neurodegenerative Erkrankungen, insbesondere für frontotemporale frontotemporale Lobärdegeneration (FTLD), amyotrophe amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Demenz. Zur Generierung von transgenen Mausmodellen (z. B. Punktmutationen, Nullmutationen, konditional induzierbare Knock-in- und Knock-out-Mutanten sowie Deletionsmutanten), werden Standardmethoden, wie die Manipulation embryonaler Stammzellen der Maus, die Etablierung von Keimbahn-Chimären und die neusten Genombearbeitungstechnologien verwendet, darunter der Einsatz von TALENs und des CRISPR/Cas9-Systems direkt in Maus-Zygoten.

Das Portfolio der Abteilung umfasst Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung von Targeting-Strategien, der Targeting-Vektor-Entwicklung, der Verwendung von ES-Zellen oder Zygoten, der Validierung etablierter Modelle, der Auswertung der Ergebnisse, der Bereitstellung von Standardverfahren (SOPs) und der Bereitstellung des direktendirekten Zugriffes auf die EUCOMM/IKMC Mausmutanten-Ressourcen (Prof. Dr. W. Wurst, Koordinator). Zudem werden fortwährend neue Methoden entwickelt, um somatische Mutationen einfach und gezielt zu induzieren, um die Targeting-Effizienz zu verbessern, um zusätzliche und unbeabsichtigte Mutationen zu reduzieren und die Anzahl der dafür verwendeten Tiere zu verringern.

Neben der Entwicklung neuer transgener Mauslinien, bietet die Abteilung auch Beratung bei der Mutantenanalyse, insbesondere von molekularen, histologischen und verhaltensbezogenen Studien.

Schlüsselpublikationen

Fecher C, Trovò L, Müller SA, Snaidero N, Wettmarshausen J, Heink S, Ortiz O, Wagner I, Kühn R, Hartmann J, Karl RM, Konnerth A, Korn T, Wurst W, Merkler D, Lichtenthaler SF, Perocchi F, Misgeld T. Cell-type-specific profiling of brain mitochondria reveals functional and molecular diversity. Nat Neurosci. 2019 Oct 01; 22:1731-1742. doi: 10.1038/s41593-019-0479-z
Xianyuan Xiang, Thomas M. Piers, Benedikt Wefers, Kaichuan Zhu, Anna Mallach, Bettina Brunner, Gernot Kleinberger, Wilbur Song, Marco Colonna, Jochen Herms, Wolfgang Wurst, Jennifer M. Pocock, Christian Haass. The Trem2 R47H Alzheimer's risk variant impairs splicing and reduces Trem2 mRNA and protein in mice but not in humans. Molecular Neurodegeneration. 2018 Sep 05; 13 doi: 10.1186/s13024-018-0280-6
Dedic N, Kühne C, Jakovcevski M, Hartmann J, Genewsky AJ, Gomes KS, Anderzhanova E, Pöhlmann ML, Chang S, Kolarz A, Vogl AM, Dine J, Metzger MW, Schmid B, Almada RC, Ressler KJ, Wotjak CT, Grinevich V, Chen A, Schmidt MV, Wurst W, Refojo D, Deussing JM. Chronic CRH depletion from GABAergic, long-range projection neurons in the extended amygdala reduces dopamine release and increases anxiety. Nat Neurosci. 2018 Jun 01; 21:803-807. doi: 10.1038/s41593-018-0151-z
Meehan TF, Conte N, West DB, Jacobsen JO, Mason J, Warren J, Chen CK, Tudose I, Relac M, Matthews P, Karp N, Santos L, Fiegel T, Ring N, Westerberg H, Greenaway S, Sneddon D, Morgan H, Codner GF, Stewart ME, Brown J, Horner N; International Mouse Phenotyping Consortium, Haendel M, Washington N, Mungall CJ, Reynolds CL, Gallegos J, Gailus-Durner V, Sorg T, Pavlovic G, Bower LR, Moore M, Morse I, Gao X, Tocchini-Valentini GP, Obata Y, Cho SY, Seong JK, Seavitt J, Beaudet AL, Dickinson ME, Herault Y, Wurst W, de Angelis MH, Lloyd KCK, Flenniken AM, Nutter LMJ, Newbigging S, McKerlie C, Justice MJ, Murray SA, Svenson KL, Braun RE, White JK, Bradley A, Flicek P, Wells S, Skarnes WC, Adams DJ, Parkinson H, Mallon AM, Brown SDM, Smedley D. Disease model discovery from 3,328 gene knockouts by The International Mouse Phenotyping Consortium. Nat Genet. 2017 Aug 01; 49:1231-1238. doi: 10.1038/ng.3901
Chu VT, Weber T, Wefers B, Wurst W, Sander S, Rajewsky K, Kühn R. Increasing the efficiency of homology-directed repair for CRISPR-Cas9-induced precise gene editing in mammalian cells. Nat Biotechnol. 2015 May 01; 33:543-8. doi: 10.1038/nbt.3198

Info-Hotline

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Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)

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