Senat

Mitglieder des Senats

Prof. Patrick Aebischer

Patrick Aebischer studierte in der Schweiz Medizin (1980) und Neurowissenschaften (1983) an den Universitäten Genf und Freiburg. Von 1984 bis 1992 arbeitete er zunächst als Assistenzprofessor und dann als außerordentlicher Professor im Bereich Medizinwissenschaften an der Brown University in Providence (Rhode Island, USA). Im Herbst 1992 kehrte er als Professor und Leiter der unabhängigen chirurgischen Forschungsabteilung (DARC) und des Gentherapiezentrums des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) in die Schweiz zurück. 1999 wurde er vom Schweizerischen Bundesrat zum Präsidenten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ernannt. Patrick Aebischer ist Fellow des American Institute for Medical and Biological Engineering (AIMBE), Mitglied der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und Mitglied der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW). Patrick Aebischer gründete drei in der Biotechnologie tätige Unternehmen, ist Vorstandsmitglied von Nestlé, Lonza und Logitech und ist Präsident des Novartis Venture Fund (NVF).

Prof. Michela Gallagher

Dr. Michela Gallagher ist Krieger-Eisenhower Professor der Psychologie & Neurowissenschaften an der Johns Hopkins University. Sie hat mehr als 250 begutachtete (peer-reviewed) Forschungsarbeiten veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wie unlängst den Mika Salpeter Lifetime Achievement Award von der Society of Neuroscience. Sie hat sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf relevante individuelle Unterschiede konzentriert. Hierbei hat sie die Veränderungen im Gehirn untersucht, die eine altersbedingte Verschlechterung der Gedächtnisleistung bewirken, sowie diejenigen Hirnzustände bei älteren Menschen, die heutzutage oft als 'erfolgreiches Altern ohne Verlust der kognitiven Leistung' bezeichnet werden. In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf einem klinischen Forschungsprogramm, bei dem ältere Patienten mit einer leicht kognitiven Störung (MCI: mild cognitive impairment) untersucht wurden, die den Übergang zwischen einer normalen altersbedingten Beeinträchtigung und einer durch die Alzheimer Erkrankung verursachten Demenz markiert. Aktuell leitet sie eine Schlüsselstudie, die einen neuartigen therapeutischen Ansatz in dieser „Prodomalphase“ der Alzheimer Erkrankung untersucht. Der Ansatz ist darauf gerichtet, das Fortschreiten der Erkrankung bis zum klinischen Stadium, in dem sich die Demenz manifestiert und verschlechtert, zu verlangsamen oder gar zu verhindern.

Prof. Lennart Mucke

Lennart Mucke ist Vorsitzender des DZNE Senats und seit 1996 Direktor des Gladstone Instituts für neurologische Erkrankungen in San Francisco, USA. Er ist Professor für Neurologie und Neurowissenschaften an der dortigen Universität (University of California). Nach seinem Medizin-Studium an der Universität Göttingen promovierte er dort am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie. Er forschte unter anderem an der Harvard Medical School in Boston, und am Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, USA. Lennart Mucke erforscht Prozesse, die zu Gedächtnisverlust oder anderen schweren neurologischen Defiziten führen, insbsondere auf die Alzheimer Demenz und verwandte neurodegenerative Erkrankungen.

Prof. Dr. Richard Ransohoff 

Richard M Ransohoff war von 2005 bis 2014 als Direktor des Neuroinflammation Research Center am Lerner Research Institute der Cleveland Clinic, seit 2003 als Professor für molekulare Medizin am Lerner College of Medicine der Cleveland Clinic und von 1984 bis 2014 als Neurologe im Mellen Center for MS Treatment and Research tätig. Seit 2014 ist Dr. Ransohoff als Senior Biogen Research Fellow im Bereich der Neuroimmunologie bei Biogen, Cambridge, MA, USA tätig. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Physician’s Research Training Award der American Cancer Society (1984-86), der Clinical Investigator Development Award des National Institutes of Health (NIH; 1988-1993), das Harry Weaver Neuroscience Scholarship der National MS Society (1987-1992), die John and Samuel Bard Medal in Science or Medicine (2002), der Cleveland Clinic Lerner Research Institute’s Award for Excellence in Science im Jahre 2006 und der Cleveland Clinic’s Scientific Achievement Award in Basic Science (2009). Prof. Ransohoff hielt die FE Bennet Memorial Vorlesung vor der American Neurological Association im Jahr 2009. Für seine Expertise im Bereich der klinischen Versorgung von Patienten mit multipler Sklerose (MS) wurde er zu einem der „Best Doctors in America“ ernannt. Die American Academy of Neurology und die National Multiple Sclerosis Society verliehen Dr. Ransohoff im Jahr 2012 den John Dystel Preis für MS-Forschung.

Prof. Jill Richardson

Jill Richardson ist seit Mai 2010 Direktorin für externe Allianzen und Entwicklung, Forschung & Entwicklung bei GlaxoSmithKline in China. Sie studierte Biochemie an der University of Warwick und promovierte im Bereich Entwicklungsbiologie. Außerdem lehrt Sie, seit 2008, als Gastprofessorin am "Centre for Neuroscience" des Imperial College London. Jill Richardson war bereits als Direktorin für synaptische Plastizität und neuronale Netzwerk-Dynamik und Direktorin für Neurodegeneration bei GlaxoSmithKline tätig.

Prof. Martin Rossor

Martin Rossor durchlief seine universitäre Ausbildung in Neurologie am National Hospital, Queen Square und forschte im Bereich der Neurochemie degenerativer Demenzen in der MRC Neurochemical Pharmacology Unit, Cambridge. Er ist Professor für klinische Neurologie am National Hospital for Neurology and Neurosurgery und maßgeblicher Mitbegründer einer Spezialklinik für kognitive Erkrankungen. In dieser werden insbesondere Patienten mit seltenen bzw. früh auftretenden Formen der Demenz behandelt. Zu seinem Forschungsfeld zählt die klinische Forschung im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen mit Schwerpunkt auf familiär vererbbaren Krankheiten. Er war Herausgeber des Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry und Präsident der Association of British Neurologists. Prof. Rossor ist NIHR National Director für Demenzforschung, Direktor der NIHR Queen Square Dementia Biomedical Research Unit und ein NIHR Senior Investigator.

Prof. Philip Scheltens

Philip Scheltens studierte an der Freien Universität Amsterdam, Niederlande, ist seit 1984 approbierter Arzt, und promovierte im Jahre 1993 (zum Thema: Magnetresonanztomographie in der Alzheimer-Krankheit). Seine Facharztausbildung in der Neurochirurgie des Städtischen Krankenhauses Slotervaart und an der Universitätsklinik der Freien Universität Amsterdam, sowie seine Tätigkeit als Associate Professor am Karolinska Institut, förderten seine akademische Entwicklung. Seit 2000 ist Scheltens Professor für Kognitive Neurologie und Direktor des Alzheimer Centers an der Amsterdamer Universitätsklinik. Seine Schwerpunkte in Klinik und Forschung sind: die Alzheimer-Krankheit, die vaskuläre Demenz, die frontotemporale Demenz, die strukturelle und funktionelle Bildgebung und CSF-Biomarker. Er ist auf dem Gebiet der Biomarker und klinischen Studien aktiv und war u. a. nationaler Projektleiter vieler Studien, einschließlich klinischer, multizentrischer Phase 1-3 Studien.

Prof. Bengt Winblad

Bengt Winblad ist Professor für Geriatrie am Karolinska Institutet und Chefarzt an der Karolinska University in Huddinge, Sweden. Er ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Demenz-Forschung aktiv. Nach seinem vorklinischen Medizinstudium in Wien, Österreich, wurde er 1971 Arzt und promovierte 1975 an der Universität Umeå, Schweden. Dort arbeitete er ab 1977 als Dozent und wurde 1982 Chefarzt und Professor für Geriatrie. Bengt Winblad hat eine Gastprofessur an der Klinik für Psychiatrie in Frankfurt und darüber hinaus eine Honorarprofessor an der Universität Peking, Wuhan University und der Universität von Schanghai, China, inne. Im Jahr 2009 war Winblad der weltweit produktivste Forscher im Bereich Alzheimer (J Alzheimer 2009).

Prof. Kristine Yaffe

Kristine Yaffe ist Professorin für Psychiatrie, Neurologie, Epidemiologie und Biostatistik an der University of California, San Francisco (UCSF). Als Direktorin der UCSF Demenz -Epidemiologie Forschungsgruppe, ist sie verantwortlich für die Forschung in Bezug auf die kognitive Funktion und Demenz in der alternden Bevölkerung in den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus ist sie Projektleiterin der Data Core für das Alzheimer Forschungszentrum an der UCSF. Kristine Yaffe erhält derzeit vielfältige Fördergelder von NIH, DOD und Stiftungen.

Gäste des Senats

Bärbel Brumme-Bothe

Bärbel Brumme-Bothe leitet 2010 die Abteilung "Lebenswissenschaften - Forschung für Gesundheit" im Bundesministerium für Bildung und Forschung und ist Vorsitzende der Mitgliederversammlung des DZNE.

Prof. Johannes Dichgans

Johannes Dichgans ist Emeritus der Neurologischen Klinik der Universität Tübingen. Er ist Kuratoriumsmitglied des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung, dessen Direktor er von 2001 bis 2005 war. Nach dem Medizinstudium in Freiburg und München habilitierte er in Freiburg und ging anschließend ans Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA. Nach seiner Rückkehr wurde er 1977 Direktor der Neurologischen Klinik an der Universität Tübingen. Prof. Dichgans konzentrierte sich zunächst auf die Erforschung der Bewegungswahrnehmung und der räumlichen Orientierung. Später fokussierte er die Erforschung der grundlegenden Ursachen von Erkrankungen des Kleinhirns und der neuronalen Degeneration.

Prof. Dr. Otmar Wiestler

Otmar D. Wiestler wurde am 6. November 1956 in Freiburg (Breisgau) geboren. Nach dem Medizinstudium an der Universität Freiburg promovierte er 1984 zum Doktor der Medizin (summa cum laude). Von 1984 bis 1987 war er als Postdoktorand im Department für Pathologie an der Universität von Kalifornien in San Diego / USA tätig. Anschließend wechselte er für fünf Jahre an das Universitätsspital Zürich in der Schweiz, wo er sich im Fach Pathologie habilitierte. 1992 berief ihn die Universität Bonn zum Professor für Neuropathologie und Direktor des Instituts für Neuropathologie. Hier baute er ein großes Neurowissenschaftliches Forschungszentrum mit auf. Im Zeitraum zwischen Januar 2004 und August 2015 leitete Otmar Wiestler als Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ), welches zu den international führenden Einrichtungen in der Krebsforschung zählt. Seit dem 1. September 2015 ist Otmar Wiestler amtierender Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)