BehAIve
Behaviour Monitoring and Support of Older Adults
Teilprojekt: Nutzerzentrierte Entwicklung von Assistenzsystemen und erklärbaren Sprach-Interfaces
Projektübersicht
| Projektzeitraum | 01.04.2026 bis 31.03.2029 |
| Projektpartner | Prof. Dr. Stefan Teipel, PD Dr. Martin Dyrba |
Projektart | Verbundprojekt |
| Projektförderung | Das Projekt wird im Rahmen des EFRE Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union und des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert. |
| Aktenzeichen | EXF-26-1065 |
Hintergrund und Ziel des Verbundprojektes
Deutschland steht vor einem starken demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung und steigender Lebenserwartung. Dadurch nehmen chronische Erkrankungen, Demenz und der Bedarf an Langzeitpflege deutlich zu, während gleichzeitig der Mangel an Pflegekräften wächst. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern verschärft sich diese Entwicklung durch den überdurchschnittlichen Anstieg älterer Menschen. Innovative digitale und KI-gestützte Assistenzsysteme können dazu beitragen, Selbstständigkeit und Gesundheit im Alter länger zu erhalten. Für die erfolgreiche Entwicklung solcher Technologien ist die frühzeitige Einbindung von Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften entscheidend.
Das Ziel von BehAIve ist die Entwicklung eines KI-Assistenzsystems, das ältere Menschen während eines Krankenhausaufenthalts oder Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen zu Hause situationsangepasst unterstützen kann. Durch die kontinuierliche Beobachtung und Erkennung potenziell gefährlicher Situationen könnte das BehAIve-System den Verbleib im gewohnten häuslichen Umfeld fördern, einen Umzug in ein Pflegeheim verzögern und dazu beitragen, Autonomie sowie soziale Teilhabe zu erhalten. Dadurch könnte die Lebensqualität von Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder geriatrischen Patientinnen und Patienten deutlich verbessert werden – während gleichzeitig Pflegekräfte und pflegende Angehörige entlastet würden.
Um dieses Ziel zu erreichen, sollen KI-Methoden aus der Zeitreihenanalyse und symbolischen Modellierung mit datengetriebenen Deep-Learning-Verfahren kombiniert werden. Zudem sollen die Erklärbarkeit des Systems, die Nutzerakzeptanz sowie ethische und datenschutzrechtliche Fragestellungen untersucht und in die Entwicklung integriert werden.
Beschreibung des Teilprojektes des DZNE Rostock/Greifswald
Das DZNE Rostock/Greifswald befasst sich mit der nutzerzentrierten Entwicklung des Systems für Personen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen. Hierzu zählen insbesondere die Konzeption und Anwendung partizipativer Methoden des technologiebezogenen Co-Designs, um die Bedürfnisse und Anforderungen der Zielgruppen systematisch in den Entwicklungsprozess zu integrieren.
Darüber hinaus ist das DZNE Rostock/Greifswald für die Entwicklung erklärbarer sprachbasierter Benutzerschnittstellen verantwortlich. Ziel ist die Gestaltung transparenter und nachvollziehbarer Interaktionskonzepte, die die Akzeptanz, Nutzbarkeit und Unterstützung der Anwenderinnen und Anwender fördern.
Kooperationspartner
Prof. Kristina Yordanova, Institut für Data Science, Universität Greifswald (Projektleitung)
Prof. Thomas Kirste, Institut für Visual & Analytic Computing, Universität Rostock
Prof. Frank Krüger, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Hochschule Wismar
Prof. Ralf Schneider, Rechenzentrum, Universität Greifswald
Prof. Agnes Flöel, Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Greifswald
Prof. Maximilian König, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Universitätsmedizin Greifswald
Dr. Joschka Haltaufderheide, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Greifswald
Assoziierte Partner
Dr. Emma Tonkin, University of Bristol
Jun.-Prof. Stefan Lüdtke, Universität Rostock
Prof. Giovanni Rubeis, Universität Graz