Experimentelle Neurophysiologie
Prof. Dr. Dirk Isbrandt
Gruppenleiter
c/o Uniklinikum Köln LFI/Gebäude 13 Ebene 4, Raum 1 Kerpener Str. 62
50924 Köln

dirk.isbrandt@dzne.de
 +49 221 47832732

Forschungsschwerpunkte

Dirk Isbrandt untersucht molekulare Mechanismen, die krankheitsassoziierte Veränderungen in der zellulären Erregbarkeit verursachen. Mit Hilfe transgener Mausmodelle erforscht er insbesondere die Auswirkung krankheitsassoziierter Mutationen auf neuronale Ionenkanäle, welche die so genannten 'Kanalopathien' verursachen. Seine Forschung schließt unter anderem die Identifizierung und funktionelle Charakterisierung der Mutationen in den Ionenkanalgenen und das Erzeugen entsprechender genetischer Mausmodelle ein. Diese ermöglichen es ihm, die Auswirkungen einer reversiblen funktionellen Inaktivierung oder eines chronischen Verlusts von neuronalen Ionenkanälen zu untersuchen. Zu diesem Zweck verwendet er eine multidimensionale Strategie, um die Veränderungen der Netzwerkaktivitäten im Hippocampus, im Kortex und in den Basalganglien zu ergründen und mit den Verhaltensantworten und kognitiven Funktionen zu korrelieren. Des Weiteren zielt seine Forschung auf das Testen pharmakologischer Therapien ab, um die beobachteten Veränderungen in der Netzwerkaktivität zu verhindern oder zu mindern bzw. zu normalisieren.

Ein weiterer seiner Forschungsschwerpunkte liegt seit einigen Jahren auf der Untersuchung der pathophysiologischen Auswirkungen zerebraler Kreatinmangelsyndrome. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von kürzlich identifizierten schweren Erkrankungen, welche die Synthese und den Transport von Kreatin beeinflussen.

Schlüsselpublikationen

Stephan Lawrence Marguet, Vu Thao Quyen Le-Schulte, Andrea Merseburg, Axel Neu, Ronny Eichler, Igor Jakovcevski, Anton Ivanov, Ileana Livia Hanganu-Opatz, Christophe Bernard, Fabio Morellini, Dirk Isbrandt. Treatment during a vulnerable developmental period rescues a genetic epilepsy. Nature Medicine. 2015 Nov. 30; 21:1436-1444. doi: 10.1038/nm.3987
Malte Stockebrand, Sönke Hornig, Axel Neu, Dorothee Atzler, Kathrin Cordts, Rainer H. Böger, Dirk Isbrandt, Edzard Schwedhelm, Chi-Un Choe. Homoarginine supplementation improves blood glucose in diet-induced obese mice. Amino Acids. 2015 Aug. 31; 47:1921-1929. doi: 10.1007/s00726-015-2022-1
Alig J, Marger L, Mesirca P, Ehmke H, Mangoni ME, Isbrandt D. Control of heart rate by cAMP sensitivity of HCN channels. Proc Natl Acad Sci U S A. 2009 Jan. 01; 106:12189-94. doi: 10.1073/pnas.0810332106
Peters HC, Hu H, Pongs O, Storm JF, Isbrandt D. Conditional transgenic suppression of M channels in mouse brain reveals functions in neuronal excitability, resonance and behavior. Nat Neurosci. 2005 Jan. 01; 8:51-60. doi: 10.1038/nn1375
Schulze-Bahr E, Neu A, Friederich P, Kaupp UB, Breithardt G, Pongs O, Isbrandt D. Pacemaker channel dysfunction in a patient with sinus node disease. J Clin Invest. 2003 Jan. 01; 111:1537-45. doi: 10.1172/JCI16387

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