Coronavirus: Das DZNE unterstützt Forschung nach Gegenmitteln

Bonn, 23. März 2020. Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) trägt aktiv zu den Bemühungen bei, die Auswirkungen des Covid-19-Ausbruchs zu begrenzen und zu neutralisieren. Das DZNE hat daher begonnen, seine Ressourcen für Studien über Krankheitsmechanismen einzusetzen, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 einhergehen. Dabei kooperiert das DZNE mit anderen Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft und mit Universitätskliniken.

Um ein Medikament zur Behandlung oder Vorbeugung von „Covid-19“ zu finden – der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Lungenkrankheit – sind Kenntnisse über die molekularen Mechanismen der Erkrankung nötig. Das gilt insbesondere für die Frage, wie der Erreger in menschliche Zellen gelangt. „Bei der Suche nach Medikamenten gegen das Coronavirus bringen wir daher unsere Expertise in der Einzelzell-Analyse und unser Wissen über Humanimmunologie und der Pathophysiologie von Zellen ein“, sagt Prof. Pierluigi Nicotera, wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DZNE. „Wissenschaftler des DZNE haben bereits damit begonnen, den Virusrezeptor ACE2 und die Protease TMRPPS2, die die Fusion des Virus mit Zellmembranen ermöglicht, zu untersuchen. Dies wird helfen, Wirkstoffe zu identifizieren, die gegen SARS-CoV-2 wirksam sind.“

Darüber hinaus hat das DZNE begonnen, bestehende, kommerziell erhältliche Arzneimittel auf ihren potenziellen Einsatz in Therapien gegen SARS-CoV-2 zu untersuchen. Dies geschieht im Rahmen von Labortests, die eine hochpräzise Analyse einzelner Zellen ermöglichen.

„Es ist noch zu früh, um Ergebnisse zu diskutieren“, betont Nicotera. „Wir sehen es jedoch als unsere Pflicht an, nach besten Kräften zur Überwindung dieser Gesundheitskrise beizutragen.“

 

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Symbolbild, nicht zum redaktionellen Gebrauch. Quelle: © Angelov – stock.adobe.com

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