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Pressemitteilung: Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)

„Virale Relikte“ im Erbgut könnten Neurodegeneration beschleunigen

Forschende sehen antike Gene als mögliche Ziele für die Behandlung von Demenzerkrankungen

Bonn, 21. August 2023. Genetische Überreste von Viren, die im menschlichen Erbgut natürlicherweise vorkommen, könnten für den Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen von Bedeutung sein. Zu diesem Schluss kommen Forschende des DZNE auf der Grundlage von Studien an Zellkulturen. Sie berichten darüber im Fachjournal Nature Communications. Nach ihrer Einschätzung könnten solche „endogenen Retroviren“ zur Ausbreitung abnormaler Proteinaggregate – wie sie für bestimmte Demenzerkrankungen typisch sind – im Gehirn beitragen. Die viralen Relikte wären damit potenzielle Ansatzpunkte für Therapien.

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