Statement von Prof. Ullrich Wüllner, Bonn
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Statement von Prof. Günter U. Höglinger, München
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Statement von Prof. Thomas Gasser, Tübingen
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Statement von Prof. Donato Di Monte, Bonn
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200 Jahre Parkinson

11.04.17 - Öffentliche Veranstaltung auf dem Bonner Venusberg

Der Brite James Parkinson hat 1817 – vor nunmehr 200 Jahren – Medizingeschichte geschrieben: Sein „Essay über die Schüttellähmung“ in dem er die Symptome von sechs Patienten schildert, gilt als erste medizinische Darstellung der Hirnerkrankung, die heute nach ihm benannt ist. Berichte, die auf eine Parkinson-Erkrankung hindeuten, finden sich allerdings schon Jahrhunderte vorher, etwa in antiken Quellen aus Indien und China

James Parkinson hat seinerzeit nicht nur die Verlangsamung der Bewegungsabläufe und das charakteristische Zittern beschrieben, sondern auch viele der anderen Beschwerden, die mit der Erkrankung einhergehen können, wie Schlafstörungen und Verdauungsprobleme. Er schrieb so treffend, dass der französische Arzt und Forscher Jean-Martin Charcot viele Jahre später in seinen Vorlesungen anstatt der lateinischen Beschreibung „paralysis agitans“ (Schüttellähmung), den Ausdruck „Parkinson-Krankheit“ verwandte - vermutlich zum ersten Mal im Jahr 1884.  

Unser Verständnis der Krankheit hat sich seither zwar stetig verbessert, aber immer noch liegen die Ursachen im Dunkeln. Gleichwohl stehen heute verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Betroffenen ermöglichen, länger und besser mit Parkinson zu leben. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge rund 250.000 Menschen mit dieser Erkrankung.  

Im Jahre 1997 wurde der „Welt-Parkinson-Tag“ ins Leben gerufen – er fällt stets auf den 11. April, den Geburtstag von James Parkinson.