ApoE WM

Einfluss des Apolipoprotein-E Genotyps auf Hirnaktivität während der Aufrechterhaltungsphase einer Arbeitsgedächtnisaufgabe

Allgemeines

Hierbei handelt es sich um eine Studie an jungen, neuropsychologisch unauffälligen Probanden, die Träger eines Risikogens für Alzheimer sind, um schon eventuell früh auftretende Veränderungen der Gehirnaktivität bei einer Arbeitsgedächtnisaufgabe zu entdecken.

Hintergrund und Ziele

Eine Vielzahl von Studien mit funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) hat gezeigt, dass junge und neuropsychologisch unauffällige ApoE4-Träger veränderte Gehirn-Aktivität aufweisen. Dies wurde auch schon für Arbeitsgedächtnisaufgaben gezeigt, interessanterweise in Abwesenheit von Unterschieden im Verhalten (z.B. Richtigkeit und Reaktionszeit). Neuere Modelle zu den neuronalen Grundlagen des Arbeitsgedächtnisses postulieren, dass Regionen des medialen Temporallappens (MTL), insbesondere perirhinaler Kortex (PrC), entorhinaler Kortex (EC), und die CA1 Subregion des Hippokampus für die Aufrechterhaltung von stimulus-spezifischen Mustern in Arbeitsgedächtnisaufgaben benötigt werden. Der entorhinale Kortex wiederum ist eine der Regionen, die am frühesten von Alzheimer-typischen Pathologien betroffen sind, insbesondere der laterale Anteil davon.

Übersicht

Wir gehen der Frage nach, ob sich schon bei jungen, neuropsychologisch unauffälligen Trägern des ApoE4-Allels eine gestörte Aufrechterhaltung von stimulus-spezifischen Mustern in Arbeitsgedächtnis-Aufgaben im entorhinalen Kortex und Hippokampus beobachten lässt.

Ablauf der Studie

Zunächst werden aus einer größeren Gruppe von jungen Probanden (z.B. Studenten) anhand einer Speichelprobe Träger des Risiko-Gens sowie die gleiche Anzahl an Kontrollprobanden, die das Risiko-Gen nicht tragen, identifiziert.

Nach Überprüfung von Ausschlusskriterien (u.A. nicht entfernbare Metallgegenstände, Angst vor engen Räumen etc.) findet die eigentliche Untersuchung in einer etwa 60-minütigen Sitzung statt. Dies beinhaltet die MRT-Bildgebung, bei dem eine klassische Arbeitsgedächtnisaufgabe mit Bildaufnahmen von Alltagsobjekten durchgeführt wird, indem den Probanden Objekte gezeigt und nach einer Aufrechterhaltungsphase mit einem schwarzen Bildschirm weitere Objekte gezeigt werden. Die Probanden müssen nun entscheiden, ob die gezeigten Objekte identisch oder nur ähnlich zu den zuvor gezeigten Objekten sind. Die Dauer dieser Aufgabe beträgt etwa 35 Minuten, gefolgt von einer 15-minütigen hochauflösenden, strukturellen Bildgebung des Gehirns.

Leiter der Studie: Prof. Dr. Nikolai Axmacher
Beginn: 2018
Status: monozentrisch (DZNE Bonn), laufend, Rekrutierung aktiv

Kontakt
Yilmaz Sagik
+49 228 43302 871

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

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