Das Helmholtz Virtuelle Institut „RNA-Dysmetabolismus bei ALS und FTD“

Das Helmholtz Virtuelle Institut “RNA-Dysmetabolismus bei AmyotropherLateralsklerose (ALS) und Frontotemporaler Demenz (FTD)” wurde im Oktober 2012 eingerichtet. Es ist eines von über 100 Virtuellen Instituten die von der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert werden. In den Virtuellen Instituten werden neue Forschungskooperationen etabliert, welche die Kompetenzen von Helmholtz-Zentren mit deutschen Hochschulen und zusätzlichen, assoziierten Partnern aus dem In- und Ausland auf einem bedeutenden Forschungsgebiet zusammenführen. Diese Institute werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren mit bis zu 600.000 Euro jährlich aus dem Impuls- und Vernetzungsfond gefördert.

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen betrachtet ALS und FTD als Themenfelder mit substantieller medizinischer und wissenschaftlicher Bedeutung im Hinblick auf die Mission des DZNE. Die Forschung auf diesem Gebiet wurde zunehmend ausgebaut, zuletzt im Juni 2012 mit der Rekrutierung von Prof. Manuela Neumann nach Tübingen. Das DZNE forscht an ALS und FTD an den Standorten Dresden, München und Tübingen. Das Virtuelle Institut verbindet die Expertise des DZNE mit der Kompetenz der Universitäten in Ulm, Strasbourg (Frankreich) und Umeå (Schweden). Die Universität Ulm gilt international als eine der bedeutendsten klinischen Forschungsinstitute für ALS und FTD, deren Expertise von der Grundlagenforschung bis zur hochspezialisierten Versorgung von Patienten reicht. Ihre Neurobiobank umfasst etwa 4.000 Patienten-spezifische Zellinien sowie 1.000 Blut- und Liquorproben. Gemeinsam mit den assoziierten Partnern in Umeå und Strasbourg steht somit eine der größten Biobanken weltweit zur Erforschung von ALS und FTD zur Verfügung.

Info-Hotline

Donnerstags 13.30-16.30 Uhr

Für Patienten 0800-7799001

(kostenlos)

Für Ärzte 01803-779900

(9 Cent/Min. dt. Festnetz, mobil evtl. teurer)