Coronavirus-Forschung mit vereinten Kräften

Bonn, 8. Mai 2020. Mehr als 20 Universitäten, Universitätsklinken und andere Forschungseinrichtungen untersuchen gemeinsam das Erbgut des Coronavirus SARS-CoV-2 und ob beim Menschen genetische Risikofaktoren bestehen, die eine Infektion begünstigen. Die bundesweite Initiative wird von DZNE-Forscher Joachim Schultze koordiniert.

Das Projekt mit dem Namen „DeCOI“ (Deutsche COVID-19 OMICS Initiative) beruht auf modernsten Verfahren der Genomanalyse und der Untersuchung einzelner Zellen. Mit diesen sogenannten OMICS-Technologien wollen die Forscherinnen und Forscher unter anderem Verwandtschaftsstruktur zwischen verschiedenen Virenstämmen aufdecken sowie ob und wie der Erreger mutiert. Zudem soll das Erbgut von Personen, die von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen waren, auf etwaige Risikofaktoren hin untersucht werden.

„Für gewöhnlich nutzen wir Methoden der Gensequenzierung und andere OMICs-Technologien, um Erkrankungen des Nervensystems auf den Grund zu gehen. Angesichts der aktuellen Pandemie lag es jedoch auf der Hand, mit unseren technischen Ressourcen und Erfahrungen im Bereich der Genomik zur Erforschung des Coronavirus beizutragen“, sagt Prof. Schultze,  Arbeitsgruppenleiter am DZNE.

Der Genomforscher und Immunologe, der auch Abteilungsleiter am LIMES-Institut der Universität Bonn ist, koordiniert den bundesweiten Verbund zur Erforschung des Coronavirus. „Durch den Zusammenschluss zur DeCOI sollten wir in der Lage sein, parallel viel mehr Fragen gemeinsam schneller beantworten zu können“, sagt er.

 

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Über das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

Das DZNE erforscht sämtliche Aspekte neurodegenerativer Erkrankungen (wie beispielsweise Alzheimer, Parkinson und ALS), um neue Ansätze der Prävention, Therapie und Patientenversorgung zu entwickeln. Durch seine zehn Standorte bündelt es bundesweite Expertise innerhalb einer Forschungsorganisation. Das DZNE kooperiert eng mit Universitäten, Universitätskliniken und anderen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene. Das DZNE ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft.

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