Wegweisende Forschung über Alzheimer und Parkinson

Bonn, 7. September 2017 – Der Ulmer Hirnforscher Heiko Braak (80) hat am Donnerstag im LVR LandesMuseum Bonn den mit 60.000 Euro dotierten „Hartwig Piepenbrock-DZNE Preis“ erhalten. Das Unternehmen Piepenbrock und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) würdigten damit Braaks bahnbrechende Forschung über die Alzheimer- und die Parkinson-Krankheit. Seine Erkenntnisse haben die Vorstellung davon, wie sich diese Erkrankungen im Gehirn verbreiten, maßgeblich beeinflusst und Entwicklungen in der Diagnostik und in der Therapieforschung angestoßen. Die Auszeichnung wurde im Beisein von NRW-Wissenschaftsstaatssekretärin Annette Storsberg verliehen. Die Preisübergabe war Teil einer Abendveranstaltung rund um Hirnforschung, Musik und Humor. Durch das Programm führte der Medizin-Kabarettist Eckart von Hirschhausen.

„Heiko Braak verdanken wir fundamentale Erkenntnisse über die Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen im menschlichen Gehirn. Er ist ein Pionier und seine Arbeit ist weltweit anerkannt“, so Prof. Pierluigi Nicotera, Vorstandsvorsitzender des DZNE. Braaks Forschung über die Alzheimer- und die Parkinson-Krankheit sei bahnbrechend. „Diese Erkrankungen entwickeln sich zunächst lokal. Braak entdeckte, dass sie sich dann in charakteristischer Weise im Gehirn ausbreiten. Diese Befunde haben unser Bild des Krankheitsverlaufs nachhaltig geprägt“, so Nicotera.

„Mit der Auszeichnung wollen wir ein Zeichen für exzellente Wissenschaft setzen, denn sie legt die Basis für neue Möglichkeiten der Vorsorge und Behandlung“, so Olaf Piepenbrock, Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Unternehmensgruppe. „Wir wollen aber auch die öffentliche Diskussion anregen. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson bedeuten für Patienten und pflegende Angehörige eine enorme Belastung. Viele Menschen erleben dies tagtäglich im Kreise ihrer Familien und Bekannten. Mit dem Preis möchten wir zur gesellschaftlichen Wahrnehmung dieser Situation beitragen.“

Film zum Preisträger Prof. Heiko Braak

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Auszeichnung für Spitzenforschung

Der „Hartwig Piepenbrock-DZNE Preis“ zeichnet alle zwei Jahre herausragende Forschung über neurodegenerative Erkrankungen aus. Merkmale dieser Erkrankungen – darunter Alzheimer und Parkinson – sind Beeinträchtigungen der Nervenfunktion bis hin zum Verlust von Nervenzellen. Mögliche Folgen sind Demenz und Bewegungsstörungen. Der Preis wird von der Piepenbrock Unternehmensgruppe gestiftet und im Andenken an deren ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter vergeben. Hartwig Piepenbrock verstarb 2013 an den Folgen einer Demenzerkrankung. Er hatte sich über viele Jahre für Kunst, Wissenschaft und die Gesellschaft engagiert. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch ein internationales Komitee unter Koordination des DZNE. In diesem Jahr wurde der Preis zum vierten Mal verliehen.

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) erforscht die Ursachen von Erkrankungen des Nervensystems und entwickelt Strategien zur Prävention, Therapie und Pflege. Es ist eine Einrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit Standorten in Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen und Witten. Das DZNE kooperiert eng mit Universitäten, deren Kliniken und außeruniversitären Einrichtungen. www.dzne.de

Die Piepenbrock Unternehmensgruppe ist ein in vierter Generation inhabergeführtes Familienunternehmen. Der 1913 gegründete Gebäudedienstleister stärkt seine Kunden mit einem breiten Dienstleistungsspektrum in den Geschäftsbereichen Facility Management, Gebäudereinigung, Instandhaltung und Sicherheit. Die Tochterunternehmen LoeschPack und Hastamat sind im Verpackungsmaschinenbau, Planol in der Chemieproduktion erfolgreich. Piepenbrock steht für nachhaltiges Handeln. Seit Anfang 2014 trägt das Unternehmen das Siegel „Gesicherte Nachhaltigkeit“ des Deutschen privaten Instituts für Nachhaltigkeit und Ökonomie. www.piepenbrock.de

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