Grußwort des Präsidenten

Von Jürgen Mlynek

Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten weiter gestiegen und das ist eine gute Nachricht. Zu den Schattenseiten gehört jedoch, dass mit zunehmendem Alter auch das Risiko wächst, an Parkinson oder Alzheimer zu erkranken. Um diesen schweren Erkrankungen des Nervensystems wirkungsvoll zu begegnen, hat die Helmholtz-Gemeinschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) gegründet. Das DZNE ist in Europa einmalig, weil es erstmalig die gesamte Forschungsbandbreite in einem Zentrum abdeckt, von der Aufklärung molekularer Prozesse in den Nervenzellen bis zur Pflegeforschung, um die Lebensqualität für Patienten, Pflegende und Angehörige zu verbessern. Dies gelingt durch eine innovative Struktur: Neben dem Standort in Bonn bindet das DZNE auch die Expertise führender Arbeitsgruppen an acht Universitätsstandorten mit ein. Mit Prof. Dr. Pierluigi Nicotera als wissenschaftlichem Vorstand steht ein international führender Experte auf dem Gebiet der Schädigung von Nervenzellen an der Spitze. Die wegweisenden Ergebnisse, die in den nächsten Jahren am DZNE erarbeitet werden, sollen nicht nur den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken, sondern auch den Patienten möglichst direkt zu Gute kommen, damit immer mehr Menschen auch im hohen Alter ihr Leben selbständig gestalten können.

Helmholtz-Gemeinschaft

In der Helmholtz-Gemeinschaft haben sich 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren zusammengeschlossen. Ihre Aufgabe ist es, langfristige Forschungsziele des Staates und der Gesellschaft zu verfolgen. Die Gemeinschaft strebt nach Erkenntnissen, die dazu beitragen, Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten und zu verbessern. Dazu identifiziert und bearbeitet sie große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr.

Erfahren Sie, was die Helmholtz-Gemeinschaft unter den "großen und drängenden Fragen" versteht und welche Antworten sie findet, beispielsweise für eine nachhaltige Energieversorgung, eine vorsorgende Verkehrsplanung, Schlüsseltechnologien der Zukunft oder medizinische Verfahren zur Therapie heute noch unheilbarer Erkrankungen.

Der Präsident

An der Spitze der Helmholtz-Gemeinschaft steht ein hauptamtlicher Präsident, der die Umsetzung der programmorientierten Forschungsförderung in der Gemeinschaft moderiert. In der Verantwortung des Präsidenten liegt es, gemeinsam mit den Helmholtz-Zentren eine Gesamtstrategie der Gemeinschaft zu entwickeln und sie nach innen und außen mit Leben zu erfüllen.

Der Amtsinhaber: Professor Dr. Jürgen Mlynek
"Die exzellente und relevante Forschung ist eine ideale Voraussetzung dafür, Helmholtz national und international stärker als Marke zu etablieren. Dazu müssen wir die bereits gute Vernetzung mit den Hochschulen noch weiter ausbauen und uns gemeinsam für den wissenschaftlichen Nachwuchs engagieren. Wichtig ist mir aber auch der Brückenschlag zu Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu werden wir den Wissens- und Technologietransfer verstärken," so steckt Professor Mlynek den Rahmen seiner Aufgabe ab. Er ist seit 1. September 2005 amtierender Präsident.

Vom Physiker zum Forschungsmanager
Jürgen Mlynek studierte Physik an der Technischen Universität Hannover und an der École Polytechnique in Paris. An der Universität Hannover promovierte er 1979 zum Dr. rer. nat. und habilitierte 1984. Nach einem Aufenthalt am IBM Forschungslabor in den USA wechselte Mlynek als Assistenz-Professor zur Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. 1990 ging er als ordentlicher C4-Professor für Experimentalphysik an die Universität nach Konstanz. Nach zehn Jahren Forschung und Lehre in Experimenteller Quantenoptik, Atomphysik und Oberflächenphysik zog es Mlynek in das Forschungsmanagement: Von 1996 bis 2001 war er Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im September 2000 wurde er Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, die er zu einer führenden deutschen Universität weiterentwickelt hat. Mlynek wurde mit zahlreichen wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1992).

Die Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Die Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) erkunden Pole, Meer und Klima. Ihr Ziel ist es, die Veränderungen der globalen Umwelt und des Erdsystems zu entschlüsseln, die teils natürlich, teils durch den Menschen hervorgerufen sind.
http://www.awi.de

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY ist eines der weltweit führenden Beschleunigerzentren. DESY entwickelt, baut und betreibt große Teilchenbeschleuniger und erforscht damit die Struktur der Materie. Die Kombination von Forschung mit Photonen und Teilchenphysik bei DESY ist einmalig in Europa.
http://www.desy.de

Deutsches Krebsforschungszentrum

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg arbeitet daran, die Ursachen von Krebserkrankungen aufzuklären und die Therapien zu verbessern.
http://www.dkfz.de

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Hauptsitz in Köln ist das nationale Forschungszentrum Deutschlands für die Forschung und Technologie-Entwicklung in Luftfahrt und Raumfahrt. Es nimmt außerdem in ausgewählten Gebieten der Energie- und Verkehrsforschung eine führende Position ein.
http://www.dlr.de

Forschungszentrum Jülich

Forschungszentrum Jülich

Gesundheit, Energie und Umwelt, Information, Schlüsseltechnolgien: Vier Schwerpunkte bestimmen die Arbeit im Forschungszentrum Jülich (FZJ).
http://www.fz-juelich.de

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt betreibt mit einer modernen Beschleunigeranlage physikalische Grundlagenforschung, außerdem Biophysik und strahlenmedizinische Forschung.
http://www.gsi.de

GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Aufgabe des Zentrums ist die Untersuchung der chemischen, physikalischen, biologischen und geologischen Prozesse im Ozean und ihre Wechselwirkung mit dem Meeresboden und der Atmosphäre. 
http://www.geomar.de  

GKSS-Forschungszentrum Geesthacht

Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) betreibt Küstenforschung, entwickelt funktionale Werkstoffsysteme und arbeitet auf den Gebieten Medizintechnik sowie Struktur der Materie.
http://www.hzg.de/

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Wie hängen die technischen Eigenschaften eines Materials und seine mikroskopische Struktur zusammen? Danach fragen die Forscher am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB). Sie erkunden neue Materialien und komplexe Materialsysteme. Innovative Herstellungsverfahren sind dabei immer im Blick. Zweiter Arbeitsschwerpunkt des HZB ist die Solarenergieforschung.
http://www.helmholtz-berlin.de

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)

Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen? Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden? Wie nutzt man Ressourcen und Energie effizient und sicher? Im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf arbeiten Forscherinnen und Forscher an Antworten auf diese Fragen.
http://www.hzdr.de 

Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungZentrum - GFZ umfasst alle Disziplinen der Wissenschaften der festen Erde von der Geodäsie über die Geophysik, Geologie und Mineralogie bis zur Geochemie in einem multidisziplinären Forschungsverbund.
http://www.gfz-potsdam.de

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig erforscht Infektionskrankheiten sowie deren Prävention und Behandlung.
http://www.helmholtz-hzi.de
 

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Aufgabe des UFZ ist es, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt in genutzten und gestörten Landschaften zu erforschen. Vom UFZ entwickelte Konzepte und Verfahren sollen dazu beitragen, die natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu sichern.
http://www.ufz.de

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU)

Das Helmholtz Zentrum München in Neuherberg untersucht die komplexen Systeme des Lebens im Spannungsfeld zwischen Umwelteinflüssen und genetischen Anlagen.
http://www.helmholtz-muenchen.de

Karlsruher Institut für Technologie

Karlsruher Institut für Technologie

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. In einem eigenen KIT-Zusammenführungsgesetz hat der Landtag Baden-Württemberg einstimmig die Fusion zum 1. Oktober 2009 beschlossen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut.
http://www.kit.edu

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch verbindet molekularbiologische Grundlagenforschung mit klinischer Forschung, um neue Methoden zur Diagnose und Behandlung schwerer Krankheiten zu entwickeln.
http://www.mdc-berlin.de

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching betreibt Forschungen zur Kernfusion. Das Ziel: die Energieproduktion der Sonne auf der Erde nachzuvollziehen.
http://www.ipp.mpg.de