Geschichte & Finanzierung
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen wurde am 03. April 2009 gegründet. Die Einrichtung des DZNE wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan zusammen mit den Ministern der beteiligten Bundesländer beschlossen. Deren Ziel war es, den Herausforderungen zu begegnen, die eine wachsende Belastung durch neurodegenerative Erkrankungen in einer stetig alternden Gesellschaft mit sich bringt.
Das DZNE verfolgt einen integrierten Forschungsansatz und kombiniert Grundlagen- und klinische Forschung sowie Pflegeforschung. Sein starkes interdisziplinäres Netzwerk nutzt die Expertise, die an den verschiedenen Standorten in Bonn, Tübingen, München, Rostock/Greifswald, Göttingen, Magdeburg, Witten und in Dresden vorhanden ist. Das DZNE kooperiert mit Universitäten und Universitätskliniken, um die intramurale, langfristige Forschungsförderung, die von der Bundesregierung und Landesregierung bereitgestellt wird, mit den Forschungsprogrammen der DFG und anderer Drittmittelgeber zu verbinden. Die Kombination von grundständiger Förderung und Drittmitteln in einer strategischen Kooperation weist Vorteile und Flexibilität auf. Sie stellt die benötigte Infrastruktur für Spitzentechnologie-Forschung durch grundständige Förderung bereit, aber unterstützt auch die Entwicklung von Exzellenzzentren innerhalb der Universitäten. Die enge Verzahnung mit medizinischen Fakultäten an den DZNE-Standorten ermöglicht es, eine kritische Masse zu bilden, die international kompetitiv ist.
Das DZNE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 90 % und mit 10 % von den jeweiligen DZNE-Sitzländern gefördert. Das Jahresbudget des DZNE beläuft sich in den ersten fünf Jahren auf 66 Millionen pro Jahr.