Dr. Bernhard Holle, MScN
Gruppenleiter
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
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Stockumer Str. 12
58453 Witten
bernhard.holle(at)dzne.de
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Forschungsschwerpunkte
AG Versorgungsstrukturen
Vor dem Hintergrund limitierter öffentlicher Mittel, der Veränderung von familialen Strukturen und einem zunehmenden Fachkräftemangel im Bereich der pflegerischen wie auch haus- und fachärztlichen Versorgung ist es notwendig, zielgerichtete Versorgungsangebote für Menschen mit Demenz zu entwickeln. Handlungsleitend hierfür ist die Grundannahme, dass eine auf die speziellen Bedarfe und Bedürfnisse abgestimmte Versorgungsstruktur auch die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Familien verbessern kann. Somit ist es ein erklärtes Ziel der Arbeitsgruppe Versorgungsstrukturen, z.B. sozialrechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen sowie verschiedene Angebote der Versorgung von Menschen mit Demenz unter dem Aspekt der Auswirkung auf die Versorgung und ihrer Nutzerorientierung zu sichten, zu bewerten und weiter zu entwickeln.
Mit dem forschungsmethodischen Fokus auf dem Bereich der Versorgungsforschung greift die AG Versorgungsstrukturen aktuelle und zu erwartende Fragestellungen der Ausgestaltung der Versorgung von Menschen mit Demenz auf und stellt wissenschaftliche Ergebnisse zur Verfügung, die eine hohe praktische Relevanz besitzen.
Die übergreifenden forschungsleitenden Fragestellungen für die AG Versorgungsstrukturen lauten:
- Welchen Beitrag leisten die Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige unter Berücksichtigung ihrer Bedarfe und Bedürfnisse?
- Wie können Versorgungsstrukturen gestaltet und weiterentwickelt werden, um einen zielgerichteten Beitrag für die Versorgung von Menschen mit Demenz und die Unterstützung ihrer Angehörigen zu leisten?
Neben Ausrichtung an den Bedarfen und Bedürfnissen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen sind für die strukturelle Ausgestaltung von Versorgungsangeboten weitere Faktoren von entscheidender Relevanz. Als beeinflussende Faktoren für die Ausgestaltung entsprechender Versorgungsangebote in den jeweiligen Settings sind unter Anderem sozialrechtlich-ökonomische Rahmenbedingungen, organisatorische Vorgaben, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie das demenzspezifische Qualifikationsniveau der Professionen entscheidend.
Um diese Themen nachhaltig wissenschaftlich zu bearbeiten, wurden drei inhaltliche Schwerpunkte (Abb.1) identifiziert die einen Rahmen für das Forschungsprogramm der Arbeitsgruppe bilden:
- Untersuchung verschiedener Versorgungssettings (z.B. Häuslichkeit, Stat. Altenhilfe, Krankenhäuser, Haus- und Fachärzte, Kommunen) und ihrer speziellen Versorgungsformen im Hinblick auf die Versorgung von Menschen mit Demenz und den sich daraus ableitbaren strukturellen Erfordernissen.
- Untersuchung und Beschreibung bestehender und zukünftig benötigter Versorgungspotentiale (z.B. Professionell, Familien und Angehörige, bürgerschaftliches Engagement/Ehrenamt) im Hinblick auf die Anforderungen wie auch begünstigende und hemmende Faktoren für die jeweiligen Tätigkeiten im Bereich der Versorgung von Menschen mit Demenz.
- Untersuchung und Bewertung bestehender Rahmenbedingungen (z. B. relevante Sozialgesetze, Finanzierung) hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Versorgungspraxis und Erarbeitung von entsprechenden Empfehlungen.
Publikationen
Originalarbeiten/Reviews:
People with dementia in acute hospitals : Literature review of prevalence and reasons for hospital admission.[Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus - Literaturübersicht zu Prävalenz und Einweisungsgründen.]
Pinkert C, Holle B. Z Gerontol Geriatr. 2012 Apr 28. [Epub ahead of print]
Community-dwelling persons with dementia: What do they need? What do they demand? What do they do? A systematic review on the subjective experiences of persons with dementia.
von Kutzleben M, Schmid W, Halek M, Holle B, Bartholomeyczik S. Aging Ment Health. 2012 Apr;16(3):378-90. Epub 2012 Jan 18.
Qualitätsmanagement in der ambulanten und stationären Pflege - Aktuelle Entwicklungen und Besonderheiten
M Geraedts, B Holle, HC Vollmar, S Bartholomeyczik; Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2011 Feb;54(2):185-93.
Versorgungsnahe Demenzforschung ermöglichen - Fragestellungen im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen an der Universität Witten/Herdecke.
Bartholomeyczik, S., Holle, B., Riesner, C., Halek, M., & Vollmar, H. C. (2010), Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, 104(10), 744-753.
Häusliche Pflegeberatung für Geldleistungsbezieher in der Pflegeversicherung.
Büscher, A., Holle, B., Emmert, S., & Fringer, A. (2010b), Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 43(2), 103-110.
Weitere Arbeiten ohne Peer review:
Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI. Eine emprirische Bestandsaufnahme.
Büscher, A., Holle, B., Emmert, S., & Fringer, A. (2010a), Bielefeld: Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW).
Das 5-F Konzept häuslicher Pflegeberatung. Eine empirisch begründete Interventionentwicklung.
Holle, B. (2010a), Universität Witten/Herdecke, Witten.
Vorträge:
Modelle zur Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen im Vergleich.
Holle, B. (2010b), Paper presented at the 9. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung


