Programm

7. Jahrestagung des DZNE Witten am 28.09.2016

"Vom Stigma zur Inklusion. Methodische Werkzeuge in Forschung und Praxis"

Das Leben mit Demenz ist nicht immer einfach – weder für die Betroffenen selbst noch für ihr soziales Umfeld. Das Gleichgewicht zwischen Person und Umwelt gerät oft, insbesondere zu Beginn der Erkrankung, aus den Fugen. Stigmatisierung und Ausgrenzung heben den zentralen Gedanken der Selbstbestimmung und Würde der Person, insbesondere derjenigen, die mit den Symptomen einer Demenz leben, zeitweise oder dauerhaft auf. Diese Prozesse aufzubrechen und ein größeres Maß an Selbstbestimmung zuzulassen, sind handlungspraktische Ziele. Diese gelten sowohl für die Versorgungspraxis als auch für die Forschung. Gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit Demenz ebenso wie ihre Angehörigen auf diesem Weg zu begleiten, sie zu stärken und zu unterstützen. Um diesen Weg gehen zu können, benötigt man an die Bedarfe angepasste Werkzeuge – also
Methoden. Die Tagung fragt, welche Methoden dies sein können und welche (gemeinsamen) Herausforderungen sich für Praxis und Forschung ergeben.

Referenten

Gesamtmoderation

Dr. Bernhard Holle, AG-Leiter Versorgungsstrukturen, DZNE Witten

Begrüßung

Prof. Dr. Martina Roes, Standortsprecherin, DZNE Witten

Prof. Dr. Martin Butzlaff, Präsident der Universität Witten/Herdecke

Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Vorträge

Prof. Dr. Martina Roes, Standortsprecherin, DZNE Witten

Jonathan Serbser, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DZNE Witten

Dr. Jakov Gather, Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin der Ruhr-Universität Bochum;

Dr. Julia Haberstroh, Interdisziplinäre Alternswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Dr. Maren Knebel, Interdisziplinäre Alternswissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Workshops

Workshop 1: Expert by Experience – Menschen mit Demenz in Versorgungsforschung involvieren – das gute Beispiel der Universität Bradford

Prof. Dr. Martina Roes, Standortsprecherin, DZNE Witten
Anna Waldhausen, persönliche Referentin der Standortsprecherin, DZNE Witten

Workshop 2: Methodisches Arbeiten in Selbsthilfegruppen

PD Dr. Birgit Panke-Kochinke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, DZNE Witten
Milena von Kutzleben, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, DZNE Witten

Workshop 3: Selbstbestimmung für Menschen mit Demenz: Ja! Aber wie? – Reflexion der eigenen Haltung als kommunikativer Prozess

Jonathan Serbser, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DZNE Witten
Jan Dreyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DZNE Witten

Workshop 4: Lebensqualität von Menschen mit Demenz als Indikator für Stigmatisierung und Autonomie erfassen – Chancen und Herausforderungen

Martin Dichter Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DZNE Witten
Christian G.G. Schwab, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DZNE Witten

Podiumsdiskussion

Methoden in Praxis und Forschung zur Förderung von Autonomie und Selbstbestimmung

Diskutanten:

  • Anke Kosubek, AMEOS Institut West - Osnabrück als Vertreterin einer Krankenpflegeschule
  • Elke Riedemann, Demenz-Servicezentrum Region Westliches Ruhrgebiet als Moderatorin einer Selbsthilfegruppe
  • Claudia Dinand, DZNE Witten als Forscherin
  • Stefan Welbers, Einrichtungsleitung Gute Hoffnung – leben, als Vertreter einer Versorgungseinrichtung

Schlussbetrachtungen

Prof. Dr. Martina Roes, Standortsprecherin, DZNE Witten

Workshops

Eine inhaltliche Beschreibung aller parallelen Workshops am Nachmittag finden Sie hier in Kürze

Workshop 1

Expert by Experience – Menschen mit Demenz in Versorgungsforschung involvieren – das gute Beispiel der Universität Bradford

Martina Roes, DZNE und Anna Waldhausen, DZNE

Workshop 2

Methodisches Arbeiten in Selbsthilfegruppen

Birgit Panke-Kochinke,  DZNE und Kerstin Köhler, DZNE

 

Das Thema: Menschen mit Demenz engagieren sich in Selbsthilfegruppen (SHG). Dafür benötigen sie bisweilen auch Unterstützung von außen. Welche Erfahrungen machen und welche Rolle spielen die Leitungen in einer unterstützten SHG für Menschen mit Demenz? Welche methodischen Wege schlagen sie ein? Wo liegen Schwierigkeiten? Welche Zukunftsperspektiven sind erkennbar?

Die Methode:Sieben unterstützende Leitungen von SHGs werden in einer offenen Gruppendiskussion über ihrer Erfahrungen berichten. Anschließend erhalten die übrigen Teilnehmenden in einem moderierten Gespräch die Möglichkeit, eigene Eindrücke einzubringen, inhaltliche Fragen zu stellen  und das methodische Vorgehen kritisch zu reflektieren.

 

Workshop 3

Selbstbestimmung für Menschen mit Demenz: Ja! Aber wie? – Reflexion der eigenen Haltung als kommunikativer Prozess

Jonathan Serbser, DZNE und Jan Dreyer, DZN

Menschen, die mit einer Demenz leben trotz ihrer Erkrankung ein selbstbestimmtes, an ihren eigenen Bedürfnissen ausgerichtetes Leben zu ermöglichen, ist ein wichtiges Ziel. Im täglichen Umgang ergeben sich bei der Verwirklichung dieses Anspruchs auf Selbstbestimmung im Alltag jedoch ethische und soziale Herausforderungen. So widersprechen sich scheinbar verschiedene Zieldimensionen (z. B. Sicherheit und Selbstbestimmung) oder es müssen Anforderungen von Dritten berücksichtigt und abgewogen werden. Aber auch Vorstellungen von Normalität können verhindern, dass Menschen mit Demenz ein selbstbestimmtes Leben führen.
In diesem Workshop wollen wir einen methodischen Weg diskutieren, der durch die Reflexion der eigenen Haltung in einem kommunikativen Prozess dazu beitragen kann, diesen Herausforderungen zu begegnen.

Workshop 4

Lebensqualität von Menschen mit Demenz als Indikator für Stigmatisierung und Autonomie erfassen – Chancen und Herausforderungen

Martin Dichter, DZNE und Christian G.G. Schwab, DZNE

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte melden Sie sich mit Name, Organisation und Kontaktdaten bis spätestens zum 15.08.2016 per Mail bei Sabine Möller an.

Pflegende erhalten 6 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender (RbP).

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:
Sabine Möller
+49 (0)2302/926-237

Anfahrt

Veranstaltungsort

Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Straße 50
58448 Witten

Anfahrt mit dem Taxi:
Ab SBhf Bochum-Langendreer 5 min., ab SBhf Witten-Annen Nord 5 min., ab Witten-Hbf 10 min., ab Bochum-Hbf 15 min., ab Dortmund-Hbf 20 min., ab Flughafen Dortmund-Wickede 30 min.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab Witten-Hbf mit der Linie 371 bis zur Haltestelle "Universität Witten/Herdecke".

© Uwe Seifert und Partner
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