Dr. Bernhard Holle, MScN

Gruppenleiter

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
Postfach 6250
Stockumer Str. 12
58453 Witten

bernhard.holle(at)dzne.de
+49 (0) 2302 / 926-241
+49 (0) 2302 / 926-239

Gruppenmitglieder

Name Telefon Fax
Christoph Cavazzini, wissenschaftlicher Mitarbeiter +49 (0) 2302/926-252 +49 (0) 2302/926-239
Steffen Heinrich, wissenschaftlicher Mitarbeiter +49 (0) 2302/926-262 +49 (0) 2302/926-239
Dr. Iris Hochgraeber, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0)2302/926-252 +49 (0)2302/926-239
Kerstin Köhler, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0)2302/926-223 +49 (0)2302/926-239
Dr. Rebecca Palm, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0)2302/926-224 +49 (0)2302/926-239
Dr. Christiane Pinkert, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0)2302/926-228 +49 (0)2302/926-239
Dr. Milena von Kutzleben, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0)2302/926-264 +49 (0)2302/926-239

Publikationen

Care arrangements for community-dwelling people with dementia in Germany as perceived by informal carers - a cross-sectional pilot survey in a provincial-rural setting.

von Kutzleben M1, Reuther S, Dortmann O, Holle B. Health Soc Care Community. 2015 Feb 26. doi: 10.1111/hsc.12202

Niedrigschwellige Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz aus der Sicht der Betreuungskräfte.

Hochgraeber, I., Dortmann, O., Bartholomeyczik, S., & Holle, B. (2014). Das Gesundheitswesen. doi: DOI: 10.1055/s-0034-1377047.

Niedrigschwellige Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz aus Sicht pflegender Angehöriger.

Hochgraeber, I., Dortmann, O., Bartholomeyczik, S., & Holle, B. (2014). Pflege, 27(1), 7-18. doi: 10.1024/1012-5302/axxxxxx.

The organization of low-threshold support services for people with dementia- different stakeholders’ perceptions.

Hochgraeber, I., von Kutzleben, M., & Holle, B. (2014). Health & Social Care in the Community.

Structural characteristics of specialised living units for people with dementia: a cross-sectional study in German nursing homes.

Palm, R., Bartholomeyczik, S., Roes, M., & Holle, B. (2014). International Journal of Mental Health Systems, 8(1), 39. doi: 10.1186/1752-4458-8-39.

Assessing the application of non-pharmacological interventions for people with dementia in German nursing homes: Feasibility and content validity of the Dementia Care Questionnaire (DemCare-Q).

Palm, R., Köhler, K., Bartholomeyczik, S., & Holle, B. (2014). BMC Research Notes, 7(1), 950. doi:10.1186/1756-0500-7-950.

Der Prozess der Entwicklung und Umsetzung von demenzspezifischen Konzepten in Krankenhäusern - eine qualitative Untersuchung.

Pinkert, C., & B., H. (2014). Pflege & Gesellschaft, 19(3), 209-223.

Entwicklung, Umsetzung und Evaluation pflegerischer Interventionen für Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe in Deutschland - eine Literaturstudie.

Palm, R., Köhler, K., Dichter, M. N., Bartholomeyczik, S., & Holle, B. (2013). Pflege, 26(5 ), 337-355.

Longitudinal evaluation of dementia care in German nursing homes: the "DemenzMonitor" study protocol.

Palm, R., Kohler, K., Schwab, C. G., Bartholomeyczik, S., & Holle, B. (2013). BMC Geriatr, 13(1), 123. doi: 10.1186/1471-2318-13-123.

People with dementia in acute hospitals : Literature review of prevalence and reasons for hospital admission

Pinkert C, Holle B. Z Gerontol Geriatr. 2012 Dec;45(8):728-34. doi: 10.1007/s00391-012-0319-1.

Community-dwelling persons with dementia: What do they need? What do they demand? What do they do? A systematic review on the subjective experiences of persons with dementia.

von Kutzleben M, Schmid W, Halek M, Holle B, Bartholomeyczik S. Aging Ment Health. 2012 Apr;16(3):378-90. Epub 2012 Jan 18.

Qualitätsmanagement in der ambulanten und stationären Pflege - Aktuelle Entwicklungen und Besonderheiten

M Geraedts, B Holle, HC Vollmar, S Bartholomeyczik; Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2011 Feb;54(2):185-93.

Versorgungsnahe Demenzforschung ermöglichen - Fragestellungen im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen an der Universität Witten/Herdecke.

Bartholomeyczik, S., Holle, B., Riesner, C., Halek, M., & Vollmar, H. C. (2010), Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, 104(10), 744-753.

Häusliche Pflegeberatung für Geldleistungsbezieher in der Pflegeversicherung.

Büscher, A., Holle, B., Emmert, S., & Fringer, A. (2010b), Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 43(2), 103-110.

Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI. Eine emprirische Bestandsaufnahme.

Büscher, A., Holle, B., Emmert, S., & Fringer, A. (2010), Bielefeld: Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW).

Das 5-F Konzept häuslicher Pflegeberatung. Eine empirisch begründete Interventionentwicklung.

Holle, B. (2010), Universität Witten/Herdecke, Witten.

Curriculum Vitae

Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger (1994-1997) studierte Bernhard Holle Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke und schloss sein Studium mit dem Master of Science in Nursing ab. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/ Herdecke (2002-2007) war er an der Durchführung von zwei wissenschaftlichen Projekten mit dem Ziel Hinweise für die Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (SGB XI) zur Verfügung zu stellen beteiligt. Hierbei untersuchte er u.a. so genannte Pflegebudgets auf ihre Umsetzbarkeit in der ambulanten, pflegerischen Praxis und evaluierte die Durchführung von Beratungsbesuchen nach § 37 Abs. 3 des SGB XI.

Parallel hierzu (2003-2005) war Dr. Bernhard Holle als Pflegedienstleitung eines ambulanten Pflegedienstes tätig. Von 2007-2009 erwarb er als Referent für stationäre Altenhilfe auf Landesebene weitere Kenntnisse in der Organisation und Ausgestaltung pflegerischer Versorgungsangebote der Altenhilfe.

Im Rahmen seiner Promotion, die er 2010 abschloss, führte er eine empirisch basierte Entwicklung eines Konzeptes für pflegerische Beratungen in der Häuslichkeit (5-F Konzept häuslicher Pflegeberatung) durch.

Seit 2010 leitet Dr. Bernhard Holle die Arbeitsgruppe Versorgungsstrukturen am Standort Witten des DZNE. Seine Forschung fokussiert sich, unter Anwendung der Methoden der Versorgungsforschung, auf die strukturellen Rahmenbedingungen der Versorgung von Menschen mit Demenz.


Forschungsschwerpunkte

AG Versorgungsstrukturen
Vor dem Hintergrund limitierter öffentlicher Mittel, der Veränderung von familialen Strukturen und einem zunehmenden Fachkräftemangel im Bereich der pflegerischen wie auch haus- und fachärztlichen Versorgung ist es notwendig, zielgerichtete Versorgungsangebote für Menschen mit Demenz zu entwickeln.  Handlungsleitend hierfür ist die Grundannahme, dass eine auf die speziellen Bedarfe und Bedürfnisse abgestimmte  Versorgungsstruktur auch die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Familien verbessern kann. Somit ist es ein erklärtes Ziel der Arbeitsgruppe Versorgungsstrukturen, z.B. sozialrechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen sowie verschiedene Angebote der Versorgung von Menschen mit Demenz unter dem Aspekt der Auswirkung auf die Versorgung und ihrer Nutzerorientierung zu sichten, zu bewerten und weiter zu entwickeln.

Mit dem forschungsmethodischen Fokus auf dem Bereich der Versorgungsforschung greift die AG Versorgungsstrukturen aktuelle und zu erwartende Fragestellungen der Ausgestaltung der Versorgung von Menschen mit Demenz auf und stellt wissenschaftliche Ergebnisse zur Verfügung, die eine hohe praktische Relevanz besitzen.

Die übergreifenden forschungsleitenden Fragestellungen für die AG Versorgungsstrukturen lauten:

  • Welchen Beitrag leisten die Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige unter Berücksichtigung ihrer Bedarfe und Bedürfnisse?
  • Wie können Versorgungsstrukturen gestaltet und weiterentwickelt werden, um einen zielgerichteten Beitrag für die Versorgung von Menschen mit Demenz und die Unterstützung ihrer Angehörigen zu leisten?

Neben  Ausrichtung an den Bedarfen und Bedürfnissen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen sind für die strukturelle Ausgestaltung von Versorgungsangeboten weitere Faktoren von entscheidender Relevanz. Als beeinflussende Faktoren für die Ausgestaltung entsprechender Versorgungsangebote in den jeweiligen Settings sind unter Anderem sozialrechtlich-ökonomische Rahmenbedingungen, organisatorische Vorgaben, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie das demenzspezifische Qualifikationsniveau der Professionen entscheidend.

Um diese Themen nachhaltig wissenschaftlich zu bearbeiten, wurden drei inhaltliche Schwerpunkte (Abb.1) identifiziert die einen Rahmen für das Forschungsprogramm der Arbeitsgruppe bilden:

  1. Untersuchung verschiedener Versorgungssettings (z.B. Häuslichkeit, Stat. Altenhilfe, Krankenhäuser, Haus- und Fachärzte, Kommunen) und ihrer speziellen Versorgungsformen im Hinblick auf die Versorgung von Menschen mit Demenz und den sich daraus ableitbaren strukturellen Erfordernissen.
  2. Untersuchung und Beschreibung bestehender und zukünftig benötigter Versorgungspotentiale (z.B. Professionell, Familien und Angehörige, bürgerschaftliches Engagement/Ehrenamt) im Hinblick auf die Anforderungen wie auch begünstigende und hemmende Faktoren für die jeweiligen Tätigkeiten im Bereich der Versorgung von Menschen mit Demenz.
  3. Untersuchung und Bewertung bestehender Rahmenbedingungen (z. B. relevante Sozialgesetze, Finanzierung) hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Versorgungspraxis und Erarbeitung von entsprechenden Empfehlungen.
Abb. 1: Forschungsschwerpunkte der AG Versorgungsstrukturen
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