DZNE-Kooperationspartner Witten

Private Universität Witten/Herdecke

DZNE-Standort Witten

Mission Statement

Der Arbeitsschwerpunkt des DZNE Standortes Witten liegt in der Entwicklung und Untersuchung von Versorgungsstrategien für Menschen mit Demenz.

Das Wittener Konzept der Versorgung, Pflege und Behandlung von Menschen mit Demenz nimmt die Perspektive der Menschen mit Demenz in den Mittelpunkt. Das heißt konkret, dass Interventionen auf lange Sicht immer auf den Menschen mit Demenz und seine Gefühle, unabhängig von seiner Fähigkeit diese auszudrücken, ausgerichtet sein müssen. Das zu erreichende übergeordnete Ziel ist daher eine befriedigende Lebensqualität in allen Stadien des progressiv fortschreitenden Krankheitsverlaufs.

Um dies zu erreichen, müssen nicht nur direkte Interventionen, sondern auch Strukturen, die dieses Ziel unterstützen, im Fokus stehen. Da das Fundament einer adäquaten Gesundheitsversorgung ein breiter und aktueller Wissensstand ist, der wiederum die Bedarfe und Bedürfnisse der Nutzer aufnimmt, sind auch die Wissenszirkulation und die Implementierungsforschung ein Schwerpunkt der Wittener Arbeit.

Die Versorgung von Menschen mit Demenz und die Unterstützung ihrer Angehörigen stellt eine zentrale Herausforderung für das Gesundheitssystem der Zukunft dar. Bedingt durch die demografische Entwicklung sind steigende Prävalenzraten für dementielle Erkrankungen zu erwarten. Neue forschungsbasierte Versorgungskonzepte, für die derzeit unsicher erscheinenden Zukunftsaussichten für die Versorgung von Menschen mit Demenz, sind dringend erforderlich.

Diesen Herausforderungen möchte sich der Standort Witten des DZNE mit seinem Schwerpunkt Versorgungsforschung, mit besonderem Fokus auf Versorgungsstrategien für Menschen mit Demenz, stellen.

Neben der pflegerischen und der ärztlichen Perspektive sind für eine angemessene Versorgung auch die soziale und psychologische Sichtweise dringend erforderlich. Eine eigene, zunehmend an Bedeutung gewinnende Perspektive stellt die Sicht der Betroffenen bzw. der Familien dar.

Der DZNE-Standort Witten ist interdisziplinär angelegt und in vier eng miteinander arbeitende Forschungsgruppen mit eigenen Schwerpunkten aufgeteilt: Versorgungsstrukturen, Versorgungsinterventionen, Implementierungs- und Disseminationsforschung sowie Methodenforschung. Als ein übergreifendes Forschungsthema wird die in der Forschung stark vernachlässigte Perspektive der Menschen mit Demenz, vor allem zu Beginn ihrer Krankheit, in den Mittelpunkt gerückt.

Weiterhin stellt der demografische Wandel nicht nur wegen der zu erwartenden höheren Prävalenz von Demenz große Herausforderungen an die Versorgung, sondern auch wegen der geringer werdenden Personalressourcen für die Versorgung. Hier sind innovative Konzepte erforderlich, die sich fördernd auf die Personalressourcen auswirken einschließlich eines unterstützenden Technikeinsatzes.

Ausgehend von den Bedarfen und Bedürfnissen der Betroffenen und der demografischen Situation werden wir neue Forschungsfragen herleiten und beantworten, um zukunftsfähige und nachhaltige Lösungsstrategien zu entwickeln. Diese erfordern einen ressourcenorientierten und passgenauen, individuellen Ansatz, welcher innovativer Forschungsmethoden bedarf. Deshalb stellt sich das DZNE Witten auch den vielfältigen methodologischen Herausforderungen, die sich aus der Komplexität des Forschungsgegenstands ergeben.

Folgende Forschungsfragen leiten die Projektentwicklung:

  • Welche psychosozialen Interventionen sind für die Bewältigung der Auswirkungen einer Demenz effektiv?
  • Mit welchen Forschungsmethoden lassen sich psychosoziale Interventionen am angemessensten untersuchen?
  • Welchen Beitrag leisten Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige unter Berücksichtigung ihrer Bedarfe und Bedürfnisse?
  • Wie können Versorgungsstrukturen gestaltet und weiterentwickelt werden, um einen zielgerichteten Beitrag für die Versorgung von Menschen mit Demenz und die Unterstützung ihrer Angehörigen zu leisten?
  • Wie können wissenschaftliche Ergebnisse und Innovationen für die Versorgung von Menschen mit Demenz nachhaltig an die betroffenen Zielgruppen vermittelt werden?
  • Wie können Probleme der Versorgungspraxis evaluiert, in Forschungsfragen transformiert und wissenschaftlich bearbeitet werden?

Information des Kooperationspartners

Die Fakultät für Gesundheit bietet seit dem Wintersemester 2012 einen interdisziplinären Masterstudiengang Demenz an. Der Studiengang ist als berufsbegleitender Teilzeitstudiengang konzipiert. Er befähigt die Studierenden zur Weiterentwicklung ihrer spezifischen Berufs- und Handlungsfelder in der Versorgung von Menschen mit Demenz.

Adressaten des Studiengangs sind alle Berufsgruppen, die sich künftig mit Entwicklungen für Menschen mit Demenz beschäftigen sollten.

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