Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, MPH

Standortsprecher und Gruppenleiter
Prof. Hoffmann leitet die Abt. Versorgungsepidemiologie und Community Health des Instituts für Community Medicine an der Universitätsmedizin Greifswald

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
c/o Institut für Community Medicine
Abt. Versorgnungsepidemiologie und Community Health
Universitätsmedizin Greifswald 
Ellernholzstr. 1-2
17487 Greifswald

wolfgang.hoffmann(at)dzne.de
+49 (0) 3834 / 867751
+49 (0) 3834 / 867752

Gruppenmitglieder

Name Telefon
Sekretariat
Viktorya Kim, Sekretariat +49 (0) 3834 / 86-7593
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Dr. René Thyrian, wissenschaftlicher Mitarbeiter +49 (0) 3834 / 86-7592
Katharina Wittfeld, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0) 3834 / 86-6920
Diana Wucherer, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0) 3834 / 86-7591
Sandra van der Auwera, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0) 3834 / 86-22165
Bernhard Michalowsky, wissenschaftlicher Mitarbeiter +49 (0) 3834 / 86-7507
Henriette Rau, wissenschaftliche Mitarbeiterin +49 (0) 3834 / 86-7506
Medizinische Dokumentare
Kerstin Albuerne, Medizinische Dokumentarin +49 (0) 3834 / 86-19552
Andrea Pooch, Medizinische Dokumentarin +49 (0) 3834 / 86-19552

Publikationen

Curriculum Vitae

Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann, MPH, wurde 1963 in Köln geboren. Nach dem Medizinstudium in Bonn und Göttingen arbeitete er von 1992-2002 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS). Seine Approbation als Arzt erlangte er 1993, im selben Jahr folgte das Rigorosum zum Dr. med. an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg. 1995 qualifizierte er sich an der University of North Carolina at Chapel Hill, USA, zum „Master of Public Health (MPH) in Epidemiology“.

Im Dezember 2000 habilitierte er am Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen mit der venia legendi für Epidemiologie und Public Health.

Im Jahr 2002 wurde er zunächst auf eine Stiftungsprofessur des BMBF, zwei Jahre später auf eine Ordentliche Professur der Med. Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald berufen. Seit 2007 ist er Geschäftsführender Direktor des Instituts für Community Medicine.

Prof. Hoffmann ist langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) und war von 2008-2009 deren 1. Vorsitzender. Seit 2009 ist er Mitglied des Epidemiologischen Planungskomitees und einer der vier Sprecher der Nationalen Kohorte. Er wurde 2008 in den Vorstand der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF) des BMBF gewählt und ist seit April 2011 zusätzlich Mitglied im geschäftsführenden Vorstand. Ebenfalls 2008 wurde er in die Kommission „Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsmonitoring“ des Robert Koch-Institutes (RKI) Berlin berufen.

2011 wurde er zum W3- Professor für Bevölkerungsbezogene Versorgungsepidemiologie und Community Health an der Universitätsmedizin Greifswald ernannt. Im September desselben Jahres wurde er zur Mitarbeit im Lenkungskreis des Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik“ des BMBF, BMG und BMWi berufen. Seit Januar 2013 ist er Standortsprecher und Gruppenleiter des DZNE in Rostock / Greifswald.


Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsaktivität in Greifswald wird durch Prof. W. Hoffmann als Leiter eines Teams von 5 Wissenschaftlern (3,5 Vollzeitäquivalente), 1 Doktoranden und 7 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern betrieben (Stand März 2012). In Kooperation mit der Universitätsmedizin bestehen 4 Arbeitsgruppen: interventional health care epidemiology (Leitung PD Dr. JR Thyrian), care management and qualification (Leitung A Dreier), health economics (Leitung Prof. S. Fleßa) und psychiatric health care (Leitung Prof. HJ Grabe). Diese Arbeitsgruppen definieren die Forschungsfelder und kooperieren eng mit der Universitätsmedizin, die sich personell und finanziell an den AGs beteiligt. Alle Arbeitsgruppen arbeiten in der bevölkerungsbasierten Demenzversorgungsforschung zusammen.

Hintergrund: Das DZNE Rostock/Greifswald repräsentiert den Endpunkt in der translationalen Forschung des DZNE die die Grundlagenforschung hin zur Versorgung in der Bevölkerung umfaßt. Die Forschungsgegenstände sind dabei durch die aktuell bereits bestehenden sowie die mittel- und langfristig zu erwartenden Probleme der Versorgung definiert:

(i) Die Versorgung von in der Häuslichkeit lebenden Patienten mit Demenz und deren Angehörigen ist unzureichend. Kurative pharmakologische Therapien und nicht-pharmakologische Behandlungen existieren nicht. Die aktuellen Leitlinien sind z.T. inkonsistent und inkompatibel, ihr realer Einfluss auf die Versorgung ist eingeschränkt. Die Verbesserung der Versorgung, Diagnostik und Behandlung ist daher Schwerpunkt der populationsbezogenen Forschung. Dabei wird im Zentrum Rostock/ Greifswald besonderer Wert werden auf die Translation klinischer Standards in das Gesundheitsversorgungssystem gelegt.

(ii) Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem Angebot an  Versorgungsstruktur und deren Nutzung durch die Betroffenen. Der Zugang zum System ist eingeschränkt, Hindernisse bestehen bei der Inanspruchnahme, Schnittstellenprobleme zwischen verschiedenen Sektoren, Lücken im Wissen und in der Qualifizierung. Der pflegende Angehörige wird nicht systematisch unterstützt. Es besteht ein Bedarf für die Entwicklung innovativer Konzepte und deren Evaluiation und Implementation in der Routineversorgung. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf klinische Effektivität und ökonomische Effizienz gelegt werden. Darüber hinaus muss der pflegende Angehörige in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden und es müssen evidenz-basierte Qualifizierungen für professionelle Helfer entwickelt werden.

(iii) Es gibt nur wenig Forschung in der Demenzversorgungsforschung in Deutschland und der Austausch zwischen Experten ist gering entwickelt. Ebenso ist der Austausch zwischen Wissenschaftlern und Akteuren in der Versorgung bisher noch selten. Zukünftig werden  Forschungsprioritäten im Austausch zwischen Forschung und Akteuren definiert. Durch evidenz-basierte, innovative Konzepte wird auch die Gesundheitspolitik auf regionalem, nationalem und internationalem Level nachhaltig beeinflusst.

Das globale Ziel des Zentrums Rostock/Greifswald ist (a) die Entwicklung evidenz-basierter, nachhaltiger, kosten-effektiver Behandlungspfade für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen und deren Implementierung im Versorgungssystem und (b) die nachhaltige Absicherung erfolgreich evaluierter Konzepte in medizinischen und pflegerischen Leitlinien und in gesetzlichen Grundlagen.