Prof. Dr. Gabriele Doblhammer-Reiter

Gruppenleiterin
Prof. Dr. Doblhammer-Reiter ist Lehrstuhlinhaberin für Empirische Sozialforschung und Demographie an der Universität Rostock

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
Konrad-Zuse-Str. 1
18057 Rostock

gabriele.doblhammer-reiter(at)dzne.de
+49 (0) 381 / 498-4393 (Uni Rostock)
+49 (0) 381 / 2081-124 (Rostocker Zentrum)

Gruppenmitglieder

Publikation

In press: 

Doblhammer, G., Fritze, T. (2015): Month of Birth and Dementia Late in Life, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, in press. 

Heneka, M. T., Fink, A. & Doblhammer, G. (2015): Effect of pioglitazone medication on the incidence of dementia. Annals of Neurology, in press. 

Teipel, S., Fritze, T., Ovari, A., Buhr, A., Kilimann, I., Witt, G., Pau, HW, Doblhammer, G. (2015): Regional pattern of dementia and hearing impairment prevalence in Germany, Journal of the American Geriatrics Society, in press. 

Fink, A. & Doblhammer, G. (2015): Risk of long-term care dependence for dementia patients is associated with type of physician – An analysis of German health claims data for the years 2006 to 2010. Journal of Alzheimer’s Disease, in press.

Peer-reviewed journals:

2015

Doblhammer, G., Fink, A., Fritze, T: Short-Term Trends in Dementia Prevalence in Germany Between the Years 2007 and 2009, Alzheimer’s & Dementia (2015): 11(3) 291–299 

2014

Fritze, T., Doblhammer, G., van den Berg, G.J.: Can individual conditions during childhood mediate or moderate the long-term cognitive effects of poor economic environments at birth?, Social Science & Medicine, Volume 119 (2014): 240-248, dx.doi.org/10.1016/j.socscimed.2014.07.011. 

2013 

Doblhammer, G., van den Berg, G.J., Fritze, T. (2013): Economic Conditions at the Time of Birth and Cognitive Abilities Late in Life: Evidence from Ten European Countries, PLOS ONE, dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0074915 

Doblhammer, G., Fink, A., Fritze, T. (2013) The Demography and Epidemiology of Dementia, Geriatric Mental Health Care 1(2): 29-33; DOI: 10.1016/j.gmhc.2013.04.002 

2011 

Bach, J.-P., Ziegler, U., Deuschl, G., Dodel, R., Doblhammer-Reiter, G. (2011): Projected numbers of people with movement disorders in the years 2030 and 2050, Movement Disorders, Vol. 26, Issue 12 (2011), p2286 - 2290  

2009 

Christensen, K., Doblhammer, G., Rau, R., Vaupel, J.W. (2009): Ageing populations: the challenges ahead, Lancet 374: 1196–208. 

Ziegler, U., Doblhammer, G. (2009): Prävalenz und Inzidenz von Demenz in Deutschland. Eine Studie auf Basis von Daten der gesetzlichen Krankenversicherungen von 2002, Das Gesundheitswesen, 71: 281-290.   

Monographs:  

Doblhammer, G., Schulz, A., Steinberg, J., Ziegler, U. (2012): Demografie der Demenz,  Hans-Huber Verlag, Bern.  

Doblhammer, G. (2004): The Late Life Legacy of Very Early Life, Springer Verlag,  Online-Version: www.demogr.mpg.de/books/drm/002/ 

Edited Volumes:  

Doblhammer, Gabriele (Ed.) (2015): Health among the Elderly in Germany: New Evidence on Disease, Disability and Care Need. Series on Population Studies by the Federal Institute for Population Research, Volume 46, Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich. 

Book Chapters: 

2015 

Fink, A. (2014): Dementia and Long-Term Care – An Analysis Based on German Health Insurance Data, in Doblhammer, G. (Ed.) (2015): Health among the Elderly in Germany: New Evidence on Disease, Disability and Care Need. Series on Population Studies by the Federal Institute for Population Research, Volume 46, Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich. 

Doblhammer, G., Fritze, T., Teipel, S. (2015): Regional Patterns of Dementia in Germany and Their Relationship with Chronic Disease, in Doblhammer, Gabriele (Ed.) (2015): Health among the Elderly in Germany: New Evidence on Disease, Disability and Care Need. Series on Population Studies by the Federal Institute for Population Research, Volume 46, Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich. 

2010 

Ziegler, U., Doblhammer, G. (2010): Projections of the Number of People with Dementia in Germany 2002 through 2047. In: Doblhammer, G., Scholz, R. (ed.): Ageing, Care Need and Quality of Life, VS Verlag, Wiesbaden, S. 94 – 113

Curriculum Vitae

Prof. Dr. Gabriele Doblhammer-Reiter

Gabriele Doblhammer-Reiter studierte Statistik an der Universität Wien und promovierte 1997 in den Fachbereichen Demographie und Statistik. Sie arbeitete als Wissenschaftlerin von 1995 bis 1998 am Institut für Demographie der österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Von 1995 bis 1996 war sie als Gastwissenschaftlerin am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), Laxenburg (Österreich), tätig, darüber hinaus von 1996-1997 am Institut für Familienforschung in Wien. Als leitende Wissenschaftlerin und Wissenschaftskoordinatorin arbeitete sie von 1997 bis 2004 am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR), Rostock, im Arbeitsbereich Altern und Langlebigkeit. Im Jahr 2002 war Doblhammer-Reiter als außerordentliche Gastprofessorin am Stanford Institute for Public Policy der Duke University, North Carolina. Seit 2004 ist sie Professorin für empirische Methoden der Sozialwissenschaften und der Demographie an der Universität Rostock. Sie ist Geschäftsführerin des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels (seit 2006) und hat außerordentliche Forschungsaufenthalte am MPIDR (seit 2008). Unter anderem ist sie Gutachterin für Fachjournale (z. B. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), Social Science and Medicine) und Förderorganisationen (z. B. Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Fond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)). Seit 2009 ist Gabriele Doblhammer-Reiter am DZNE an den Standorten Bonn und Rostock/Greifswald tätig.


Forschungsschwerpunkte

I. Die Alterung der Bevölkerung und die Auswirkung auf die Demenz-Entwicklung

Demenz in Deutschland – Bisherige und zukünftige Entwicklungen
In Zusammenarbeit mit dem DZNE in Bonn

Auf der Basis einer großangelegten Studie mit mehr als 2 Millionen Menschen der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) wird die administrative Prävalenz und die Inzidenzrate von Demenz errechnet. Die Resultate werden verwendet, um Prognosen zu treffen. Darüber hinaus werden die Kosten der Demenz analysiert und es werden statistische Kostenvorhersagen von Menschen mit Demenz vorgenommen.

Handbuch: Demographie der Demenz
In Zusammenarbeit mit dem DZNE in Bonn

Es gibt eine ganze Reihe von Büchern über Demenz und die Epidemiologie von Demenz. Literatur über die Demographie von Demenz sind hingegen seltener. Mit diesem Buch möchten wir einen Überblick über Demenz im demographischen Kontext geben: Warum ist Demenz so bedeutend, angesichts der zunehmenden Lebenserwartung und der weltweiten Alterung der Bevölkerung? Wie hat sich die Gesundheit in den letzten Jahrzehnten generell entwickelt und was können wir von diesen Trends hinsichtlich der Demenz lernen? Daten für die Analyse der Prävalenz und Inzidenzrate von Demenz sowie Risikofaktoren für Deutschland und auf internationaler Ebene werden beschrieben und kritisch diskutiert. Hochrechnungen für Menschen mit Demenz werden dargestellt und hinsichtlich der Vorhersagen evaluiert. Darüber hinaus werden die Kosten für Demenz, eine der teuersten Erkrankungen, zusammengefasst und Kostenvorhersagen für Deutschland präsentiert. Schließlich werden auch die Konsequenzen für die Gesellschaft diskutiert.

II. Pflegebedarf und Lebensqualität

Lebensqualität von Pflegebedürftigen
In Zusammenarbeit mit dem Rostocker Zentrum für Demographischen Wandel

Mit der SHARE-Erhebung untersuchen wir die Lebensqualität von Pflegebedürftigen, mit besonderem Fokus auf die familiäre Situation, die Art der Pflege, der Wohlfahrtsregime und auf Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Ein soziales Netzwerk erhöht in der Regel die Lebensqualität. Es stellt sich aber die Frage, ob Eltern-Kind-Beziehungen immer vorteilhaft sind und ob verschiedene Sozialstaaten mit unterschiedlichen institutionellen Rahmenbedingungen die Art der Pflege und die Lebensqualität beeinflussen.

DelpHi-MV-Study (Demenz – lebenswelt- und patientenzentrierte Hilfen in Mecklenburg-Vorpommern)
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine, Greifswald

Im Rahmen der Delphi-MV-Studie vergleichen wir die Ergebnisse mit Daten aus nationalen und internationalen Studien.

III. Trends und Muster im Bereich kognitiver Störungen

Die Auswirkung des Konjunkturzyklus zur Zeit der Geburt auf kognitive Störungen im späteren Leben
In Zusammenarbeit mit Gerard van den Berg, Universität Mannheim

Die Auswirkung der frühen Lebensbedingungen auf die Gesundheit und Sterblichkeit im späteren Leben ist wiederholt belegt worden.

Die Frage, ob frühe Lebensbedingungen einen Einfluss auf kognitive Funktionen im späteren Leben haben, ist ungelöst, obwohl es einige Hinweise aus Studien über die Korrelation zwischen der frühen Sprachfähigkeit und späten kognitiven Funktion und Neuropathologien gibt. Wir verwenden die ersten beiden Wellen der SHARE-Studie nutzen, um die Wirkung des Konjunkturzyklus zum Zeitpunkt der Geburt auf kognitive Funktionen im Alter von 50 + zu untersuchen.

Trends und Faktoren im Bereich schwerer kognitiver Störungen

Mit der SHARE-Erhebung untersucht diese Studie Risikofaktoren für schwere kognitive Störungen: Sozio-demographische, sozio-ökonomische Unterschiede, physische und psychische Gesundheit, Unterschiede im Lebensstil und verschiedene Krankheiten. 

Die Homepage des Kooperationspartners finden sie hier.