Priv. Doz. Dr. Stefan Lichtenthaler

Curriculum Vitae

Privatdozent Dr. Stefan Lichtenthaler studierte Chemie in Karlsruhe, Heidelberg und Montpellier (Frankreich) und wurde für seine Studienleistungen mit dem Dr. Sophie Bernthsen Preis der Universität Heidelberg ausgezeichnet. Für die Promotion (1994) wechselte er zu Professor Konrad Beyreuther an das Zentrum für Molekulare Biologie (ZMBH) der Universität Heidelberg, wo er die molekularbiologischen Ursachen der Alzheimer Krankheit untersuchte. Ein Höhepunkt dieser Arbeit war die mechanistische Analyse eines Enzyms, das eine zentrale Rolle bei der Entstehung der Alzheimer Krankheit spielt.

Als Postdoktorand an der Harvard Medical School in Boston (1999 - 2002) interessierte sich Dr. Lichtenthaler zunehmend für die modernen Methoden der Genom- und Proteomanalyse und baute ein roboterisiertes Hochdurchsatzverfahren auf, mit dem er Gene identifizierte, die an krankheitsrelevanten Signaltransduktionswegen in der Zelle beteiligt sind. 2002 übernahm Dr. Lichtenthaler die Leitung einer wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Seit Oktober 2009 ist Stefan Lichtenthaler Gruppenleiter am DZNE in München. Darüber hinaus ist er Mitglied der Medizinischen Fakultät der LMU.

Seine Forschung beschäftigt sich unter anderem mit den molekularen Mechanismen der Alzheimer Krankheit und verwandter Erkrankungen. Ziel der Forschung ist es, die grundlegenden zellulären Mechanismen, die zur Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen führen, besser zu verstehen und neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln. Für seine Forschung verwendet Dr. Lichtenthaler eine Vielzahl verschiedener experimenteller Methoden, unter anderem aus der Biochemie und Molekularbiologe sowie aus der funktionellen Genomanalyse und der Proteomik.