Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Haass
Curriculum Vitae
Christian Haass studierte Biologie an der Universität Heidelberg, wo er 1989 mit einer Doktorarbeit über die Klonierung der ersten Proteasom Untereinheiten promovierte.
Aufgrund seiner wissenschaftlichen Erfahrungen mit Proteasen, begann er sich für die Mechanismen der Alzheimer Erkrankung zu interessieren. Als Postdoktorand arbeitete Prof. Haass in der Gruppe von Dr. Dennis Selkoe an der Harvard Medical School (1990-1992), wo er anschließend zum Assistant Professor of Neurology (1992-1995) berufen wurde.
1995 kehrte Prof. Haass nach Deutschland zurück und leitete bis 1999 in Mannheim die Abteilung Molekulare Biologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI). 1999 wurde er zum Professor für Stoffwechselbiochemie an die Ludwig-Maximilians-Universität berufen. Im gleichen Jahr initiierte Prof. Haass das erste deutschlandweite Forschungsnetzwerk zur Alzheimer-Erkrankung durch die Gründung des DFG geförderten Forschungsschwerpunktes „Zelluläre Mechanismen der Alzheimer Erkrankung“.
Im darauffolgenden Jahr wurde er Sprecher des DFG geförderten Sonderforschungsbereiches SFB 596 „Molekulare Mechanismen der Neurodegeneration“. Prof. Haass wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem „Gottfried Wilhelm Leibniz“ Preis der DFG, dem „Ernst Jung Preis für Medizin“, dem „Potamkin“ Preis der Amerikanischen Akademie für Neurologie, dem „Sheik Hamdan“ Preis für medizinische Wissenschaften und dem „MetLife Foundation“ Preis für medizinische Forschung. Im Jahre 2010 verlieh ihm die medizinische Fakultät der Universität Zürich die Ehrendoktorwürde.
Prof. Haass ist Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO) und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Er ist Mitglied des Editorial Boards des EMBO Journals, EMBO Reports, EMBO Molecular Medicine und Science.
