Prof. Dr. Notger Müller

Curriculum Vitae

Prof. Dr. Notger Müller studierte Humanmedizin in Heidelberg, Tübingen und Berlin. Er promovierte 1996 in der Arbeitsgruppe von Prof. Axel Mecklinger am Institut für Psychologie der FU Berlin zum Thema „elektrophysiologische Korrelate des Orts- und Objektgedächtnis“. Die Arbeit wurde mit summa cum laude bewertet. Von 1997-98 forschte er an der University of California im Labor von Prof. Robert Knight zum Einfluss von Hirnverletzungen auf das visuelle Arbeitsgedächtnis. Es folgten zwei Jahre ärztliche und wissenschaftliche Tätigkeit an der Tagesklinik für kognitive Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig, die seinerzeit von Prof. Yves von Cramon geleitet wurde. Im Jahre 2000 wechselte er an die Neurologische Klinik der Charité, wo er sich in der klinischen Forschergruppe um Prof. Arno Villringer („Neue Methoden zur nicht-invasiven Funktionsdiagnostik des ZNS”) in die funktionelle Bildgebung mittels MRT einarbeitete. Von 2002-2008 arbeitete er an der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Frankfurt/M. Dort übernahm er 2005 von Prof. Andreas Kleinschmidt die Leitung der Arbeitsgruppe kognitive Neurologie und war wesentlich am Aufbau des Brain Imaging Centers beteiligt. Ferner leitete er dort die Gedächtnissprechstunde und zuletzt die Neurologische Poliklinik. Im Jahre 2006 habilitierte er sich zum Thema „Attention beyond the Spotlight Metaphor: Neurophysiological Evidence for a Center-Surround Zoom Lens Model for Visuospatial Selection“, und im selben Jahr legte er auch die Facharztprüfung zum Neurologen ab. 2008 wechselte er an die Universitätsklinik für Neurologie in Magdeburg, wo er die Leitung der Sektion „Demenzen“ übernahm. Seit 2009 leitet er zusätzlich die Arbeitsgruppe Neuroprotektion am DZNE, Magdeburg.

Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt derzeit auf der Frühdiagnostik und Prävention von Demenzen. Dabei kommen alle modernen bildgebenden Verfahren zum Einsatz, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf der funktionellen MR-Tomografie liegt mit dem Ziel, experimentelle Paradigmen zu entwickeln, die eine pathologische Entwicklung des Gehirns im Rahmen einer Demenz frühzeitig anzeigen. Des Weiteren setzt er seine frühere Forschung zur Frage, wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis unsere Wahrnehmung beeinflussen, fort.

Prof. Dr. Müller ist Gutachter für zahlreiche internationale Zeitschriften, für die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die National Science Foundation und die Studienstiftung des deutschen Volkes, deren ehemaliger Stipendiat er ist. Er ist Mitglied in der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft, in der deutschen Gesellschaft für Neurologie und in der Society for Neurosciene.