Versorgungsforschung

 

Für bessere Lebensqualität

Eine bessere Versorgung der Patienten ist unerlässlich, um die Auswirkungen von Demenz oder andere Symptome von Neurodegeneration zu lindern. Umso mehr, da es bislang kein ursächliche Therapie gibt. Deshalb arbeitet das DZNE daran, den Umgang mit Patienten zu verbessern, ihr Wohlbefinden zu fördern und ihre Angehörigen sowie das Pflegepersonal gezielt zu unterstützen. Insbesondere geht es uns darum, die Selbstbestimmung und soziale Teilhabe der Patienten so weit wie möglich zu erhalten.

Quelle: DZNE / www.schmelz-fotodesign.de

Menschen mit Demenz zeigen mitunter Stimmungsschwankungen und Verhaltensweisen, die für sie selbst aber auch für Außenstehende sehr belastend sein können. Dazu zählen zielloses Umhergehen, Aggressivität, Schreien und Apathie. Am DZNE untersuchen wir solches Verhalten und wie Angehörige und Pflegekräfte positiv darauf einwirken können. In diesem Zusammenhang erforschen wir beispielsweise Wege der nonverbalen Kommunikation wie Mimik und Gestik. Sie können bei der Verständigung helfen, ist die Sprachfähigkeit eines Patienten eingeschränkt.

Da die meisten Menschen mit Demenz zuhause leben, ist uns ihre Situation ein besonderes Anliegen. Betreut werden sie vorwiegend durch Verwandte, deren Engagement häufig mit großen körperlichen und seelischen Belastungen einhergeht. Für eine bestmögliche Lebensqualität aller Beteiligten werden qualifiziertes Personal und eine geeignete Infrastruktur benötigt. Der Bedarf zeigt sich am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern, dessen Bevölkerung zusehends altert. Deshalb erprobt das DZNE in diesem Bundesland den Einsatz speziell geschulter Fachkräfte: Diese „Dementia Care Manager“ suchen Menschen mit Demenz zu Hause auf und erfassen systematisch ihre Bedürfnisse. Davon ausgehend optimieren sie in enger Abstimmung mit dem behandelnden Hausarzt die Versorgung der Patienten.

Pressemitteilung zur DelpHi-MV-Studie